[Kurztrip] Lana bei Meran/Italien

In unserem letzten Sommerurlaub waren wir in Lana/Italien im Hotel Schwarzschmied. Bewertet werden Hotel, Rafting, Kletterpark/Bogenschießen, Weinprobe, Minigolf und die Sommerrodelbahn.

Hotel Schwarzschmied
Das Hotel besteht aus einem alten und einem neuen Teil, sowie aus einem Nebenhaus. Wir waren im Nebenhaus untergebracht. Das Zimmer und das Bad waren nicht besonders hell und eher rustikal als modern eingerichtet. Ich war schon in Gästehäusern mit ähnlicher Ausstattung. Wir hatten ein Fenster zum Hof hin, wo es abgesehen von nachts auch mal etwas lauter werden konnte. Da wir aber fantastisches Wetter hatten, wurde dass Zimmer eh nur zum Schlafen genutzt und dazu war es ok und sauber. Auf der Hotelanlage gab es, typisch für nicht-deutsche Hotels, kostenfreies WLAN, welches aber in unserem Zimmer fast nicht empfangbar war. Der innere Essensbereich ist auch wieder zweigeteilt in einen modernen und einen rustikalen, recht beengten Bereich. Wir waren im alten Bereich, aber auch nur, wenn das Wetter zu schlecht war, um draußen zu essen. Der Außenpoolbereich ist attraktiv gestaltet und man findet immer eine freie Liege 🙂 Der Wellnessbereich ist ebenfalls zu empfehlen. Das Hotel ist in Familienbesitz was eine angenehme Atmosphäre generiert. Man kann sich kostenfrei Mountainbikes leihen um die Umgebung zu erkunden. Wichtiger und herausragender Punkt ist hier das Essen. Gebucht hatten wir Halbpension Plus: Frühstücksbuffet, Mittagssnack, Abendmenü. Hier kann man rein gar nichts kritisieren. Beim Frühstück fehlte nichts, es gab tagesweise Abwechslung und man konnte gar nicht alles probieren was es gab. Mittags waren wir selten da, da gab es meist eine Suppe und/oder Reste vom Vortag. Das Abendmenü hatte für mich schon Gourmet-Charakter, allerdings ohne diese Mini-Portionen. Die Getränke gehen extra, sind aber nicht übermäßig teuer. Gezahlt haben wir für eine Woche inklusive aller Getränke, Massage, Trinkgelder und sonstiger Kosten 825€. Uneingeschränkte Empfehlung bei 10/10 Punkten.

Schlauchkanufahrt auf der Etsch
Erste sportliche Betätigung dieses Urlaubs. Bei dem Anbieter kann man alle möglichen Rafting- und Kanutouren (und mehr) auf der Etsch buchen. Telefonische Absprache ist sinnvoll. Wir wollten eigentlich raften, davon wurde uns aber “abgeraten”, weil wir sonst mit einer Kindergruppe mitfahren hätten müssen. Stattdessen buchten wir ein Schlauchkanu. Darin fuhren wir zu zweit die Etsch runter, was echt Spaß gemacht hat. Nach kurzer Einführung saßen wir alleine in unserem Kanu, die beiden Führer saßen jeweils in einem Raftingboot. Anstrengend oder stellenweise gefährlich ist die fahrt für halbwegs sportliche Leute nicht. Die Fahrt kostet mit 40€ pro Person eine ganze Stange Geld, aber günstiger bekommt man das in der Gegend eben einfach nicht. Abzocke ist allerdings die CD am Ende. Die Fahrt wird von einem Fotografen begleitet, der am Ende jeder Tour eine CD mit allen Bildern für 10€ verkauft. Wir haben eine CD zusammen mit einem weiteren Teilnehmer der Tour geteilt, die CD ließ sich ganz einfach brennen. Da mir hier zwei Dinge einfallen, die es für mich noch attraktiver gemacht hätte, schwerere Strecke und günstigerer Preis, komme ich auf 8/10 Punkte. Der Anbieter bietet auch Canyoning Touren an, welche ich gerne gemacht hätte, leider war in der Woche nichts mehr frei.

Hochseilgarten und Bogenschießen
Ich habe hier nicht viele Hochseilgärten zum Vergleich, daher ist die Beurteilung sehr subjektiv. Der Hochseilgarten setzt sich eigentlich zusammen aus einer Anlage worauf der eigentliche Hochseilgarten, ein Bogenschießparcours, sowie ein Barfußpfad ist. Wir wollten leicht anfangen und begannen mit dem Barfußpfad. Entgegen der eigentlichen Erwartung (Laufen auf verschiedenen Untergründen) musste man hier doch teilweise auch schon ordentlich balancieren und schwierigere Übungen absolvieren. Also “musste” nicht, man kann auch um die Hindernisse rum gehen. Allerdings kann man hier schon mal einige “Gemeinheiten” üben, welche später dann im Hochseilgarten kommen, und hier kann man dann nicht mehr außen rum gehen. Stellenweise tut der Pfad auch ganz schön weh, da etliche Stöckchen und spitze Steine auf dem Weg liegen.
Nach dem Barfußpfad wollten wir dann in den Hochseilgarten. Hierfür gab es erstmal eine seeeehr ausführliche Anleitung der Ausrüstung, anschließend wurde man auf einen Mini-Trainingsparcour geschickt. Danach gab es 5 Kurse zur “Auswahl”: weiß, blau, grün, rot, schwarz, jeweils mit steigendem Schwierigkeitsgrad und steigender Höhe. Auf den schwarzen darf man nur hoch, wenn man vorher alle anderen absolviert hat, was die Sache nicht einfacher macht 🙂 Kletterfreaks werden hier wohl durchgehen, wie die Affen durch den Jungel, allen anderen, wird hier einiges abverlangt. Die Höhe war mir immer egal, man ist ja immer doppelt gesichert, allerdings beansprucht der Parcour Griffkraft, Unterarme und Schultern deutlich. Man sollte vielleicht auch nicht die besten Klamotten dazu anziehen. Wenn man alle Kurse durchgehen will, ist man schon einige Stunden beschäftigt.
Anschließend gingen wir auf den Bogenschießkurs. Am Anfang gab es wieder eine (diesmal kürzere) Einweisung und schon ging es los. Zunächst übt man an Zielscheiben, dann durchstreift man ein Stück Wald, wo hin und wieder 3D Ziele aufgestellt sind. Man bekommt Zettel zum Punktezählen, man kann aber auch so oft schießen, wie man will. Man muss allerdings bedenken, dass das Ziehen der Sehne nach 4 Stunden Hochseilgarten sehr anstrengend werden kann. Ansonsten macht der Kurs eine Menge Spaß und man bekommt ein ganz gutes Gefühl für den Bogen.
Alles in allem kann man in diesem Park bleiben, bis er schließt. Es gibt auch eine große Kletterwand. Diese ist allerdings privat und man darf sie nicht nutzen. Die Kosten belaufen sich auf 48€ für alles. Man muss aber unbedingt an ausreichend Getränke denken. Wertsachen können weggeschlossen werden. Parkplätze kostenlos und ausreichend vorhanden. Sanitäre anlagen sauber. Für dieses Event gibt es 10/10 Punkte.

Weinprobe und Labyrinthgarten
Mit dem Fahrrad sind wir in den Nachbarort Tscherms zu einer Weinprobe gefahren. Diese wurde von einem geschätzt 346 Jahre alten Mann geleitet. Außer uns waren noch zwei Paare Anfang 40 dabei. Man sitzt im Garten des Kränzelhofs und bekommt einiges zur Geschichte des Weins erzählt. Angefangen bei 5000 v.Chr. ungefähr in 100 Jahren-Schritten bis heute. Wer sich stark für Geschichte interessiert ist hier echt gut aufgehoben, zumal der Herr ab ca. 1400 ja selbst alles miterlebt hat. Man ist aufgefordert ihn zu unterbrechen und zu fragen, wenn es zu langweilig wird, aber das hat irgendwie niemand gemacht. Ich glaube, die anderen Paare fanden das echt interessant. Ich hätte von einer Weinprobe eher so “Angeberwissen” erwartet, z.B. wie man welchen Geschmack eines Weines rausschmeckt oder so. Aber davon wurde nichts erzählt. Neben den Geschichten bekommt man dann der Reihe nach Weine serviert. Damit kenne ich mich halt überhaupt nicht aus, aber Apfelwein war keiner dabei. Am Anfang bekommt man zwar den Hinweis, dass man bei der Weinprobe eigentlich sehr wenig trinkt und auch ausspucken darf, aber das hat auch keiner gemacht. Zum Wein bekommt man dieses Südtiroler Knäckebrot. Interessant fand ich dann aber schon, als es um den Hof selbst ging, wer den jetzt hat und wie das weiter geht. Es ist auch wirklich angenehm im Sommer einfach mal draußen zu sitzen, den Tieren zuzuschauen (Hühner, Enten, …) und Wein zu trinken.
Im Anschluss kann man dann Wein kaufen und sich im Gartenlabyrinth verlaufen. Das Labyrinth besteht aus Weinreben und ich war echt beeindruckt, wie unfassbar gut die Trauben (weiße und rote) schmeckten.
Ich bin kein Fan von Wein, auch keiner von Weinproben, daher ist es sicherlich nicht leicht, mich auf so einem Gebiet zu überzeugen. Mit 20€ Kosten gebe ich noch 4/10 Punkte für das Preisleistungsverhältnis und den Naturfaktor. Eine Weiterempfehlung gibt es für Geschichtsinteressierte, Weinliebhaber und alle, die drei Stunden unverplant haben.

Minigolf
Auf der Hinfahrt nach Lana haben wir hier beim Minigolf angehalten. Es gibt zwei 18-Loch Kurse, wir haben die größeren Bahnen gespielt. Die Anlage ist sehr schön angelegt und die Bahnen sind in gutem Zustand. Es gibt sowohl Standardbahnen als auch etwas ausgefallenere Bahnen. Es war nicht voll, so dass man gut durchspielen konnte. Die Kosten betragen 5€ Euro pro Person. Wir waren leider an einem sehr windigen Tag dort, sodass wir teilweise auf ein paar windstille Minuten warten mussten, weil uns sonst der Ball weggerollt ist.
Für diese leicht überdurchschnittliche Minigolfanlage gebe ich 7/10 Punkte.

Meran
Einen Nachmittag waren wir in Meran. Ich bin mit dem Fahrrad hingefahren. Das dauert von Lana aus keine halbe Stunde, ist gut ausgeschildert und die Fahrradwege sind gut ausgebaut. Meran ist eine echte Touristenstadt. Hier gibt es eine Therme (nicht besucht) und sehr viele “Feinkostläden” in denen man Südtiroler Spezialitäten kaufen kann. Das fasst den Kurzbesuch in Meran eigentlich auch ganz gut zusammen. Sehr touristisch, aber um Mitbringsel zu shoppen gerade richtig. Keine Bewertung, aber eine klare Empfehlung für einen Trip nach Meran.

Sommerrodelbahn
Eine recht moderne Sommerrodelbahn. Zehn Fahrten kosten hier 39€. Eine Fahrt dauert geschätzt eine Minute. Die Wagen sind fest verankert, sodass bremsen nur dann erforderlich wird, wenn jemand vor einem ist. Zu Beginn mussten wir etwa 10 Minuten anstehen, weil Andrang herrschte. Nach einem Regenschauer wollte dann aber keiner mehr fahren und wir konnten durchlaufen. Ich ziehe hier jeweils einen Punkt für Kosten und Fahrtlänge ab und komme auf 8/10 Punkte.

Zusammengefasst war der Urlaub ein voller Erfolg. Super Hotel und spannende Aktivitäten. Ich persönlich kann nicht ausschließen, dort noch einmal hinzufahren, es steht ja noch die Canyoning-Tour aus.

[Kurztrip] Berlin

Vor vier Jahren waren wir in Berlin. Das ist schon zu lange her um alles en detail zu rezensieren, daher hier nur ein kurzer Abriss über Meininger Hotel, Madame Tussauds, The Story of Berlin, DDR Museum.

Meininger Berlin Mitte
Eigentlich hatten wir 2 Betten im 8 Bett-Zimmer gebucht, aber weil ich krank geworden bin, haben wir auf ein Doppelzimmer umgebucht, was auch problemlos möglich war. Das Hotel hat eher Jugendherbergsstandard, dieser wird aber sehr gut erfüllt. Die Lage ist für Stadttouren optimal, denn man ist in 10 Minuten auf dem Kudamm. Frühstücksbuffet kostete damals 5€ pro Person extra. Wenn man keine anderen Pläne hat, sollte man das aber machen, denn das ist wirklich gut.
Alles in allem gebe ich 6/10 Punkte, weil das Doppelzimmer preislich doch schon an ein Hotel ran kam, aber keine Hotelstandards erfüllte. Die Mehrbettzimmer kann ich nicht bewerten.

Madame Tussauds
Klassisches Wachsfigurenkabinett. Wir standen draußen im Schnee an, das hätte man anders lösen müssen. Es war auch nicht gerade billig. Die Figuren sind dann allerdings doch beeindruckend. Wer noch nie bei Madame Tussauds war, sollte sich das auf jeden Fall mal anschauen. Alle anderen können hier noch ihre Speicherkarte vollknipsen. Ich bin kein Museumstyp, daher kann ich hier nicht mehr als 6/10 Punkte geben.

The Story of Berlin
Eine Führung durch einen Berliner Bunker inkl. Museumsbesuch. Ich war vorher noch nie in einem Bunker, daher fand ich die Führung hier echt interessant und beeindruckend. Das Museum hätte ich mir allerdings echt schenken können. Die überwiegende Anzahl an Ausstellungsstücken bestand aus vollgeschriebenen Acrylglasscheiben, welche man sich durchlesen sollte. Eine große Rolle nahm natürlich die Zeit vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg ein, aber auch hier wurden die Ausstellungsstücke nicht interessant präsentiert. Ich bewerte hier die Bunkerführung mit 8/10 Punkten getrennt vom Museum mit 1/10 Punkten, damit es nicht unfair ist.

DDR Museum
Dieses Museum fand ich allerdings echt witzig. Als “Kind der 90er” habe ich nicht wirklich aktiv was von der DDR mitbekommen, da ist dieses Museum echt einen Besuch wert. Hier kann man sich originale Werbung anhören, Kleidung anschauen und in einem Trabbi sitzen. Fast schon skuril, weil es hier ja doch um recht nahe Vergangenheit geht. Auch für Museumsmuffel spreche ich hier mit 8/10 Punkten eine klare Empfehlung aus.

Insgesamt ist Berlin wirklich eine Reise (und auch ein Wochenende) wert. Ich dachte vorher eigentlich, ich mag keine Großstädte, aber Berlin hat mich definitiv vom Gegenteil überzeugt. Positiv in Erinnerung geblieben ist mir noch das KaDeWe und die Hackeschen Höfe. Was mich weniger interessiert hat, war so eine Kirchruine.

[Kurztrip] München

Dieser Trip ist schon länger her, daher die Rezension recht detaillos. Bewertet werden das Best Western Hotel Erding, das Leonardo Hotel & Residenz München, die Bavaria Filmstudios, die Therme Erding und die Erdinger Privatbrauerei.

Leonardo Hotel & Residenz München
Schöne, nicht top-moderne Zimmer. Sehr freundliche Rezeption. Gutes Frühstücksbuffet. Astreine Lage, nur wenige Gehminuten von einer U-Bahnstation entfernt. Es gibt auch einen Penny in der Nähe, wenn man z.B. Getränke für Städtetouren kaufen will. In der Stadt war man in 10-15 Minuten. Parkplätze gegen Aufpreis, oder kostenlos in mehr oder weniger näherer Umgebung. Ob es (kostenfreies) WLAN gab, weiß ich nicht mehr. Wellness- und Fitnessangebote kann ich nicht bewerten, weil nicht genutzt. Zwei Nächte für zwei Personen im Doppelzimmer haben uns über Animod 99€ gekostet. Mit diesen Gutscheinen kann man an Messen und z.B. am Oktoberfest nicht buchen, wir haben aber sehr kurzfristig (7 Tage vorher) noch buchen können. Aufgrund des fast unschlagbaren Preises und der top Lage komme ich nach kleineren Abzügen für Frühstück und Zimmer auf 8/10 Punkte, klare Empfehlung.

Biergarten im Englischen Garten
Wir hatten sehr gutes Wetter, als wir im Englischen Garten waren. Hier könnte man auch sehr gut einfach nur auf der Wiese liegen und relaxen, wenn man das denn bei einem Wochenendtrip machen will. Durch den Park fließt auch ein Fluss, auf dem gesurft wird, das kann man sich auch mal anschauen. Und es gibt eben auch einen Biergarten. Bei gutem Wetter wohl immer prall gefüllt, bekommt man hier eben alles, was es in einem Biergarten gibt. Das Bier, wie gewohnt, sehr süffig, das Essen hier allerdings nicht überzeugend. Ähnlich wie im Hofbräuhaus mischen sich auch hier “Einheimische” unter die vielen Touristen.
Bei gutem Wetter eine echte Empfehlung, 7/10 Punkte für den absoluten Bayern-Faktor.

Hofbräuhaus München
Eigentlich fast schon anmaßend, hier bewerten zu wollen, ich mache es trotzdem. Obwohl, oder gerade weil, das Hofbräuhaus stark touristisch überlaufen ist, findet man hier doch auch etliche Bayern (ob Münchner, weiß ich nicht). Wir waren an einem verregneten Sommerabend dort und haben im Innenhof einen halbtrockenen Platz an einem Vierertisch zusammen mit einem jungen Pärchen bekommen (schätzungsweise Münchner, zumindest hatten sie einige “Ausgehtipps”). Die Preise sind jetzt nicht übermäßig teuer, dass Bier dafür super süffig. Es gibt eine große Auswahl an “typisch bayrischem”, deftigem Essen. Leider weiß ich nicht mehr, was ich bestellt hatte, es war aber sehr gut 🙂
Drinnen spielt meist irgendeine Kapelle. Da ich da nicht so drauf steh, fand ich es ganz angenehm draußen zu sitzen.
Ganz gleich, wie ich das persönlich einschätze, das Hofbräuhaus ist natürlich ein absolutes Muss in München, 10/10 Punkte, wenn Wetter und Laune stimmen. Mein Tipp: Gute Cocktails gibts direkt gegenüber im Hardrock Cafe. Hier “darf” man aber nur am Tisch sitzen, wenn man auch was isst. Wir saßen am Tresen.

Bavaria Filmstudios
Hier war ich vor knapp 20 Jahren als Kind wohl schon einmal, erinnern konnte ich mich aber nur an Fuchur vor der grünen Wand. Hier darf man keinen Freizeitpark erwarten, sondern eher eine “Museumsführung” durch ein spannendes Museum. Die “Wilde Kaiser Fahrt”, ein 3D-Simulator, macht aber richtig Spaß. Ansonsten wird man durch Sets und Schauplätze von diversen Filmen und Serien geführt, das fand ich ganz interessant. Den Trailer für den neuen Wickie-Film fand ich nicht so den Bringer, das kann aber auch dran liegen, dass ich Wickie nicht mag 🙂
Anschließend waren wir noch im Bullyversum, ein “interaktives Museum” rund um Bully und seine Filme. Hier gibt es auch allerlei zum Mitmachen: Synchronkabine, Vasenschießen, Draisinenrennen, Dancecompetition, …
Das ganze ist sicher spannender für richtige Bully-Fans oder kleinere Kinder, daher gebe ich dem Gesamtpaket 6/10 Punkten. Diese sind aber z.B. nicht mit den Punkten für den Holidaypark vergleichbar, da es sich nicht um einen Freizeitpark handelt.

Best Western Hotel Erding
Nach München sind wir weiter nach Erding gefahren. Das Zimmer war kleiner, aber moderner als im Leonardo. Leider war es Hochsommer und das Zimmer recht stickig. Die freundliche Rezeption half aber mit kostenfreien Ventilatoren aus. Zur Lage: Es muss klar sein, dass man hier weit ab von München ist. Ich würde sagen, wer München besuchen will, sollte hier nicht buchen. Das Hotel ist fußläufig etwa 10 Minuten vom Bahnhof entfernt. Kostenpflichtige Parkplätze gibt es auf dem Hotelgelände, kostenfreie aber direkt davor. Nach München braucht man mit dem Auto sicher 30-40 Minuten. Zu WLAN, Wellness und Fitness kann ich wieder nichts sagen. Wir haben einen Abend à la carte gegessen, dass war zwar gut, aber recht teuer und sehr wenig. So wenig, dass wir abends noch eine Pizza aufs Zimmer kommen ließen, die war auch gut und teuer, aber hat dann wenigstens satt gemacht. Am Nachbartisch saß ein Pärchen, das Halbpension hatte und mit dem Hauptgericht aus dem Abendmenü auch eher unzufrieden war. Das Frühstücksbuffet ist allerdings nahe an Perfektion. Neben allen üblichen Dingen gibt es hier Live-Cooking für Eier und Omeletts, die Qualität der angebotenen Sachen war sehr gut. Zwei Nächte für zwei Personen im Doppelzimmer gab es auch hier über Animod für 88€. Ich ziehe hier einen Punkt für die fehlende Klimaanlage ab (auch wenn das in Deutschland alles andere als Standard ist) und komme bei ÜF auf astreine 9/10 Punkte.

Therme Erding
Der wahrscheinlich eigentliche Grund, wieso man Erding kommt: die Therme. Ich bewerte hier nur die Therme mit Außenanlage und Rutschenparadies, ohne Sauna- oder Vitalbereich. Die Tageskarte ist mit 32€ pro Person so teuer wie ein guter Freizeitpark, das Geld lohnt sich aber. Das Rutschenparadies ist der absolute Wahnsinn. Eine Vielzahl an Rutschen darunter: Sprungschanze, Trichterrutsche, Speedrutsche, etc. Es gibt auch 2 Rutschen, auf denen die Zeit genommen wird. Alle 1-2 Stunden findet “Bespaßung” durch die Bademeister in Form von Spielen statt. Hierbei hatte ich echt auf das Wettrutschen gesetzt, welches dann aber leider nicht statt fand, weil Schulferien waren. In der Therme selbst gibt es viele verschiedene Becken und Zonen, daher erwähne ich nun nur Herausragendes. Man konnte sich jede Stunde eine kostenlose “Anwendung” abholen (Maske, Salzpeeling, …). Es gab ein (ziemlich übel riechendes) Schwefelbecken. Eine Ruhezone mit Riechkasten. Eine Cocktailbar im Wasser. Kostenlose X-Boxen. Im Außenbereich gab es nochmal 2 gute Rutschen. Außerdem liefen hier Angestellte rum, die den Besuchern kostenlos gefrorene Fruchtsäfte angeboten haben. Das Essen in der Therme war gewohnt deftig, aber gut. Man muss ein bisschen aufpassen, was man ausgibt, da man in der Therme ausschließlich mit der Karte, die man am Anfang bekommt, bezahlt. Sauberkeit und Hygiene sind sehr gut.
Auch wenn ich hier minimale Kritikpunkte habe, wie z.B. das Ausfallen des Wettrutschens, die Sperrung einer Rutsche und die Beschränkung von zwei Rutschen auf 100kg Körpergewicht, gebe ich hier trotzdem 10/10 Punkten, weil hier alles getan wird, dass der Besucher sich wohl fühlt.

Brauerei Erding
Die Führung in der Brauerei ist echt zu empfehlen. Wir haben damals 10€ pro Person gezahlt. Wer noch nie in einer Brauerei war (wie ich) lernt hier echt einiges über das Bierbrauen, aber auch über die Tradition der Erdinger Brauerei, die noch immer in Privatbesitz ist. Uneingeschränktes Highlight ist aber die Bierverkostung am Ende der Führung. Im Idealfall achtet man darauf, dass man die letzte Führung am Tag bekommt, mit einigen coolen Leuten in der Führung ist (das kann man vorher nur dann beeinflussen, wenn man sich als größere Gruppe schon anmeldet) und nicht mehr fahren muss. Bei der Verkostung bekommt man nämlich von jedem Bier, das dort gebraut wird, so viel man will. Und nicht nur das. Dazu gibt es Weißwürstl und Brez’n. Beendet wird das ganze entweder durch die nächste Führung, schlechtes Benehmen, oder wenn die Abends dann zu machen wollen. Ich war leider Fahrer und bin hauptsächlich in den Genuss des Erdinger Alkoholfrei gekommen, was aber auch sehr gut schmeckt. Für Bierliebhaber gibt es hier auch 10/10 Punkte, da ich keinen Grund erkennen kann, der gegen eine Führung spricht.

 

Die einzelnen Aktivitäten in München waren echt gut ausgesucht und haben alle Spaß gemacht. Trotzdem hat mich München ansich nicht so überzeugt wie Berlin. Es wirkt doch alles etwas “gekünstelt”. Enttäuscht war ich diesmal vom Deutschen Museum. Hier war ich schon mal als Schüler mit meinem LK und war echt begeistert. Beim zweiten Mal jetzt war allerdings vorneweg schon 1/3 aller Bereiche wegen Umbau/Sanierung geschlossen. Von den restlichen 2/3 waren etwa 3/4 der Experimente außer Betrieb und genau diese machen ja das Deutsche Museum ein Stück weit aus.

[Kurztrip] Kempten

Mein letztes Auswärtsspiel in Kempten haben wir dazu genutzt um eine Nacht in dort zu bleiben und am nächsten Tag in die Therme zu gehen. Ich bewerte nun das Hotel, das Restaurant, in dem wir Abends essen ware, sowie die Therme

JUFA Kempten
Ein recht günstiges Hotel im Jugendherbergsstil. Das Zimmer war nicht allzu groß, bot aber alles, was man für einen Kurztrip braucht. Schrank, Regal, 2 Betten, Tisch, 2 Stühle, Flatscreen TV, Duschbad, separates WC, französischer Balkon. Die Betten sind am Kopf an einer Schiene geführt, sodass man sie entweder separat oder als Doppelbett schieben kann. Als besonderes Plus empfand ich das separate WC, sowie die große, ebenerdige Dusche. Die Luft im Zimmer war recht stickig, daher hatten wir die Balkontür zum Hotelhof nachts offen. Hierbei merkte man die Herbergseinflüsse deutlich, da es bis spät in die Nacht noch recht laut im Hof war. Die Betten waren nicht unbequem, alle gängigen Programme (inkl. ORF1 und ORF2) waren verfügbar, und mehr haben wir in dem Zimmer auch nicht gemacht.

Im Frühstücksraum herrscht dann wieder Herbergsatmosphäre, da man sich zunächst seinen Tisch selbst sauber machen und eindecken muss. Die Auswahl am Buffet hat aber Hotelstandard und reicht von Brötchen und Brot mit Wurst, Käse und Marmelade, über Müsli, Obst und Quark bis hin zu Rühr- und gekochten Eiern. Der Brühkaffee ist in Ordnung, alternativ gibt es auch Fruchtsäfte, Milch, Kakao oder Tee.

Den Rest des Hotels haben wir nicht genutzt, aber hier hat JUFA wohl noch einiges zu bieten. Es gibt kostenlos im Hotel: Kicker, Billard, Wii, Tischtennis, einen “Sportraum”, einen Raum mit Beamer und einen Raum mit 3 Netbooks. Vielleicht gibt es noch mehr, das ist nur das, was ich selbst gesehen habe. Der Internetzugang ist kostenlos, was ein riesengroßes Plus in deutschen Hotels ist, die noch immer die Kunden mit überzogenen WLAN Preisen abzocken. Zur Anmeldung im WLAN muss man zunächst eine kostenlose SMS an eine Servicenummer schicken und erhält dann einen Zugangscode. Ich habe mich kurz darüber geärgert, weil ich dachte, die fest installierten Netbooks kommen direkt ins Internet, und so hatte ich kein Handy griffbereit.

Die Rezeption ist nett, wenn auch nicht die aller schnellste. Eine etwas altertümliche Regelung sprang mir dann doch ins Auge: Wer Getränke oder Essen von außerhalb mit ins Hotel nimmt, muss 50€ “Korkengeld” bezahlen.

Der Preis wird auf der Homepage mit “ab 27€” beworben, wir haben 34,50€ pro Person gezahlt, was mehr als fair für dieses Hotel ist. Darüber hinaus darf man jeden Tag, den man im JUFA ist, 3 Stunden in die direkt angrenzende Therme, was wir auch nutzten.

Für Kurztrips würde mir kaum etwas einfallen, was man im JUFA besser machen könnte, daher gibt es hier 9/10 Punkte.

Olympia
Nach einem Spiel hat man Hunger. Wir haben im JUFA nach einer Empfehlung für einen Griechen, Kroaten, oder ähnliches gesucht, weil es hier meisten viel gutes Fleisch gibt. Die Rezeptionistin konnte uns da leider nicht weiter helfen, gab uns aber ein Prospekt, in dem wir letztendlich den Griechen Olympia fanden.

Erstes Indiz für ein gutes Restaurant: Der Laden war fast komplett voll. Also rein und bestellt. Die Kellner waren alle sehr wortkarg, gelangweilt und unmotiviert, bringen aber schon vor dem Essen einen Ouzo aufs Haus. Als Vorspeise hatte ich gegrillte Peperoni mit Öl und (sehr viel) Knoblauch, meine Freundin Schafskäse in Blätterteig. Damit waren wir beide sehr zufrieden, lange warten mussten wir auch nicht. Als Hauptgericht haben wir eine Platte mit allem möglichen bestellt. Wir hatten zwei von der Karte abweichende Sonderwünsche, welche auch aufgenommen wurden. Nach einer weiteren recht kurzen Wartezeit kam das Essen, nur leider falsch. Die Bestellung wurde kontrolliert und das Essen zurückgenommen. Das richtige Essen kam dann auch bald. Geschmacklich absoluter Grillplattenstandard. Hacksteak, Schweinesteak, Fleischspieß, Gyros und (eine sehr winzige Portion) Tzaziki mit Pommes und Salat. Davon werden 2 Personen mehr als satt. Gezahlt haben wir insgesamt weniger als 50€, was angemessen war. Das Restaurant selbst ist vergleichsweise warm und stickig, aber sauber.

Insgesamt gab es ein solides Essen zu akzeptablen Preisen von gelangweilten Kellnern in nicht störender Atmosphäre. Verbesserungsbedarf sehe ich hier bei den Kellnern, dem Klima und dem Ambiente im Restaurant und komme auf 7/10 Punkte, aufgrund des sehr guten Preis-Leistungs/Qualitäts-Verhältnisses.

Cambomare
Eine Therme, die direkt hinter dem JUFA liegt. Drei Stunden Aufenthalt pro Tag sind für JUFA Gäste kostenlos. Jede weitere halbe Stunde kostet 0,25€. Der Aufpreis für das Saunaparadies (nicht genutzt) beträgt 7€.

Die Therme bietet zwei Innen- und ein Außenbecken. Innen gibt es ein Schwimmbecken mit Startblöcken, 1m und 3m Brett (alles gesperrt), sowie ein Spaßbecken mit Strömungskanal und Höhle. Außerdem gibt es 2 Rutschen, eine Blackhole und eine Reifenrutsche. Beide Rutschen machen Spaß, sind aber nichts Besonderes. Draußen gibt es Massagedüsen in allen möglichen Variationen, die abwechselnd immer an sind. Nach einem Spiel ist das genau das richtige.

Das Bad war sehr leer, was wohl auch daran lag, dass wir Montag Vormittag da waren. Das Klientel zu dieser Zeit waren fast ausschließlich Rentner oder Mütter mit Babies. Kabinen und Spinde sind ausreichend vorhanden. Die Sauberkeit von Kabinen, Sanitäranlagen, Duschen und Bad schätze ich sehr gut ein. Anstehen mussten wir bei den Rutschen nicht. Es gibt noch einen Freibadbereich, den wir allerdings nicht genutzt haben.

Auch bei längeren Aufenthalten lohnt es sich wohl nicht, öfter als einmal in die Therme zu gehen und dann auch nicht länger als drei Stunden. Als einmaligen, quasi kostenlosen Besuch nach einem anstrengenden Spiel gebe ich aufgrund des Entspannungsfaktors 7/10 Punkte.

[Mydays] Geocaching-Tour in Bischofsheim an der Rhön

Meine Freundin hat mir dieses Event zum letzten Geburtstag geschenkt. Wir hatten zuvor beide noch keine praktische Erfahrung mit Geocaching gemacht. Ich habe mich lediglich vor der Tour mal etwas im Internet informiert. Ich wusste also, dass es darum geht, mit Hilfe eines GPS Geräts einen Schatz zu finden.

Die Wahl dieses Veranstalters hatte mehrere Gründe. Zum einen handelt es sich bei diesem Event explizit um einen sogenannten Multicache, das heißt man sucht nicht direkt den Schatz, sondern mehrere Wegpunkte, die letztendlich zum Schatz führen. Außerdem ist dieses Event in keiner Weise kompetetiv, das heißt man spielt weder gegen ein anderes Team, noch gegen die Uhr. Das Preisleistungsverhältnis ist angemessen und die Lokation (altes Kloster auf einem Hügel) zweckdienlich. Andere Geocaching Events sind entweder teurer, gegeneinander oder in einer Stadt anstatt in der freien Natur.

Die Terminfindung war recht kurzfristig und ohne größere Probleme möglich. Wir haben dienstags eine Anfrage für freitags geschickt mit einem Ausweichtermin samstags, den wir dann auch direkt bekommen haben.

Das Kloster selbst ist leider nicht so einfach zu finden, es sei denn man hat ein Navi, welches das Kloster direkt kennt. Es gibt keine direkte Adresse und ausgeschildert ist es auch nur schlecht bis gar nicht. Es kann aber sein, dass das Finden des Treffpunkts bereits zu dem Event gehört hat.

Am Kloster angekommen trafen wir den Veranstalter mit seiner Hündin. Wir waren an diesem Tag die einzigen beiden. Er achtet immer darauf, die Touren so individuell wie möglich zu gestalten. Da wir uns als Geocaching Anfänger vorstellten, bekamen wir zunächst eine kleine Einführung ins Thema “Geocaching”. Hier erfuhren wir etwas über die Geschichte des Cachens, etwas über die Navigation und das Verhalten in freier Natur und einige weitere Dinge, die für die Tour wichtig sind. Hier und auch an anderen Stellen möchte ich möglichst unkonkret bleiben, damit zukünftigen Teilnehmern nicht der Spaß genommen wird. Man bekommt hier auch seine GPS Geräte sowie eine kurze Einweisung in die Technik. Das sollte jeder, der schon mal einen Videorekorder programmiert hat, hinbekommen.

Nach der Einführung geht es dann auch direkt los. Das Vorgehen ist im Prinzip immer das gleiche: Man bekommt die Koordinaten eines Ortes. An diesem Ort sucht man dann neue Koordinaten, solange, bis man einen Schatz findet. Wo die Koordinaten versteckt sind und wie diese verschlüsselt sind ist immer unterschiedlich. Wie schnell man diese findet bzw. entschlüsselt hängt auch immer vom Suchenden ab. Wir waren am Anfang gefühlt recht langsam, haben dann aber ein immer besseres Gefühl dafür bekommen und wurden schneller. Allerdings geht es bei diesem Event auch gar nicht um Geschwindigkeit. Der Veranstalter nimmt sich notfalls den ganzen Tag Zeit für seine Gruppe. Und er war es auch, der das Event so gelingen ließ. Auf dem nicht zu langen Weg zum nächsten Wegpunkt erzählt er voller Begeisterung von eigenen Touren, Ideen und Eindrücken. Ihm gelang es leicht uns für das Geocaching “anzufixen” und beantwortete alle unsere Fragen.

Wir hatten echt gutes Wetter gehabt, wobei ich mir sicher bin, dass auch Regen eine solche Tour nicht vermiesen kann. Man sollte dann aber schon festes Schuhwerk und eine Regenjacke tragen, wobei ich ersteres sowieso empfehlen würde.

Nach ungefähr 3,5 Stunden fanden wir dann unseren Schatz, den wir auch behalten durften. Im Anschluss gab es, auf unseren Wunsch hin noch eine “Nachbesprechung” mit dem Veranstalter.

Dieser Vormittag war für uns beide deifinitiv 10/10 Punkte wert und erhält von uns eine uneingeschränkte Weiterempfehlung! Geocaching an sich macht schon tierisch Spaß, aber der Veranstalter und seine Erfahrungsberichte haben dafür gesorgt, dass wir das jetzt öfter machen. Auch dabei ist er der richtige Ansprechpartner, sei es bei der Anschaffung eigener GPS Geräte oder eben bei der Beantwortung unserer Fragen.

Vielen Dank an den Veranstalter und seine Hündin für dieses ausgesprochen schönen Vormittag, sowie für das heiß machen auf unsere ersten eigenen Caches.

Leute, die Angst vor Hunden haben, oder aus welchem Grund auch immer nicht wollen, dass ein Hund bei der Tour mit dabei ist, sollten vorher Bescheid sagen, denn ansonsten ist die Hündin glaube ich immer dabei.

P.S.: Diese Rezension habe ich so oder so ähnlich an mydays geschickt. Sie wurde ohne Begründung nicht veröffentlicht, daher stelle ich sie nun hier rein.

[Freizeitpark] Holiday Park

Am Freitag, den 8. Juni, war es wieder soweit: Der nächste Freizeitpark wurde auf “Übergewichttauglichkeit” getestet. Als “Big Boy” ging es dieses mal in den Holiday Park. Wie in der Rezension des Phantasialandes beschrieben, ist der Holiday Park von mir aus in 40 Minuten zu erreichen, kostet mit Parkmarke pro Person 24€ (Preis setzt sich zusammen aus 22€/P für das Onlineticket und 4€/Auto für die Parkmarke) und ist klein genug um ihn in einem Tag zu schaffen.

Zum Zeitpunkt des Parkbesuchs wog ich 125kg bei 191cm Größe. Im folgenden ein paar sehr detaillierte Körpermaße:

Größe: 191cm
Schulterhöhe: 165cm
Schulterbreite gemessen von Schulterkopf zu Schulterkopf: 50cm
Hüfthöhe gemessen von Boden bis Hüftknochen: 103cm
Hüftumfang gemessen an der dicksten Stelle: 118cm
Bauchumfang: 113cm
Brustumfang: 120cm
Oberschenkelumfang: 70cm
Sitztiefe, gemessen im Sitzen von Rückenlehne bis Knie: 61cm
Attraktionen:
Anubis Free Fall Tower:
Ein Free Fall Tower im Freien, der einmal hoch und dann auch wieder runter fährt. Wann ausgeklinkt wird, weiß man vorher nicht. Gesichert wird hier über einen Schulterbügel mit Sicherheitsgurt. Ich habe reingepasst, kritische Stelle war hier die Schulterhöhe und der Brustumfang, bequem war es nicht. Ich denke, was das Reinpassen angeht, geben sich dieser Free Fall Tower und der im Phantasialand nichts. Wer in den einen rein passt, passt in den anderen auch.
Ich kannte den Tower noch aus Zeiten, wo Andreas Türk auf den Monitoren in den Wartebereichen geredet hat. Diese Zeiten sind wohl schon lange vorbei. Man läuft durch die einzelnen Wartebereiche und steht direkt vor dem Tower an. Was das ganze mit Anubis zu tun haben soll, wurde mir nicht klar. Wartezeit ca. 15 Minuten.

Expedition GeForce:
Fast wäre ich in diese Attraktion gar nicht eingestiegen. Am Anfang der Schlange steht ein Testsitz. Dieser ist aber glaube ich nicht so akurat, wie der bei der Black Mamba im Phantasialand. Gesichert wird hier über einen Beckengurt, sowie ein Beinbügel, der automatisch schließt. Problem beim Testsitz, aber auch bei der Bahn ansich ist, dass man nur sehr begrenzt Platz für seine Füße hat. Das hat zur Folge, dass Menschen mit dicken, langen Beinen, diese nicht ausstrecken können. Damit geht der Beinbügel nicht bis zum Bauch, sondern liegt auf den Oberschenkeln auf. Meine bessere Hälfte hat mich dann aber glücklicherweise doch noch überredet mich anzustellen und es hat sich gelohnt. Der Beckengurt ist ähnlich wie beim Flugzeug, da hatte ich auch noch Platz zum fest zurren. Ich habe dann den Anweiser gefragt, ob es OK sei, wenn der Bügel auf den Oberschenkeln aufliegt und er meinte, dass es so ginge.
Die Fahrt war der Hammer. Zwar weder Looping noch Schraube, dafür aber ein gelungener First Drop und viele Zero bzw Negative G Phasen.
Wir sind direkt nach Parköffnung zur GeForce, sind 2 mal gefahren und standen jeweils etwa 10 Minuten an.

Bounty Tower:
Ein klassisches Karussel, welches nach oben fährt. Es gibt keine Sicherung, hier sollte auch jeder reinpassen. Obwohl wir auch erwachsene Pärchen gesehen haben, die das Ding zu zweit gefahren sind, haben wir uns für die entspanntere Variante entschieden und sind jeder in eine eigene Gondel eingestiegen.
Die Attraktion ansich ist ok, man hat einen schönen Überblick über den Park. Anstehzeit auch etwa 10 Minuten.

Burg Falkenstein:
Endlosbahn im Mittelalterstil. Keine Platzeinschränkung, keine Überraschung, keine Anstehzeit. Der Anstehbereich ist sehr lang und schön gestaltet. Ehrlich gesagt fahre ich solche Plastikpuppenbahnen nur, damit ich “alles” im Park gefahren bin 😉

Donnerfluss:
Wildwasserabfahrt im Runden 6 Personen-Schlauchboot. Keine Platzprobleme weil keine Sicherung. Anstehzeit etwa 20 Minuten gegen Ende der Öffnungszeiten. Die Fahrt ist alles in allem nicht so spektakulär wie die im Phantasialand, dafür wird man aber auch nur einen Bruchteil so nass 🙂

Hollys Wilde Autofahrt:
Achterbahn im Wilde Maus Stil. Die Wägen sind mit Beinbügel gesichert und bieten nur ein Minimum an Beinfreiheit. Diese Achterbahn ist wirklich in erster Linie für Kinder gedacht und auch wenn es bei zwei “normal” großen Erwachsenen wohl geht, meine Freundin und ich haben da kaum nebeneinander reingepasst. Durch die dann auftretenden Fliehkräfte nach außen wohl die unbequemste Achterbahn, die ich je gefahren bin. Problemzonen hier sind: Beinlänge, Beinumfang, Sitztiefe, Bauchumfang, Schulterbreite. Die Qualität der Fahrt wird wohl erheblich besser, wenn man alleine fährt.
Anstehzeit etwa 15 Minuten. Der Anstehbereich ist nicht so doll gestaltet. Ich vermute auch, dass es sich bei der Bahn tatsächlich um ein Jahrmarktsfahrgeschäft handelt, dass man jederzeit wieder abbauen könnte.

Lighthouse Tower:
Ein recht hohes Kettenkarussel. Sicherung über Beckengurt und Stahlbügel. Der Beckengurt ist auch nicht enger als der der GeForce. Bei dem Stahlbügel bekommt man wohl nur Probleme, wenn man einen sehr großen Beinumfang hat. Ich hatte noch viel Luft.
Die Fahrt ist lohnenswert, ich mag Kettenkarussels. Anstehzeit etwa 20 Minuten.

Spinning Barrels:
Wieder ein Jahrmarktsfahrgeschäft im “Break Dancer” Stil. Sicherung über einen Bügel von oben für beide Insassen. Wir haben zu zweit reingepasst, kritischer Punkt hier die Schulterbreite, weiter nichts. Die Fahrt war wie auf dem Jahrmarkt, macht Spaß. Anstehzeit: zu lange 30 Minuten.

Sturmschiff:
Wieder ein Klassiker. Gesichert wird hier nicht wirklich, da sollte also jeder Platz finden. Menschen mit sehr langen Beinen könnten sich die Knie anstoßen, man hat hier aber genügend Platz um auszuweichen. Es gibt keine vorgeschriebene Anzahl an Personen pro Reihe, daher kann man da immer ein bisschen rumrücken.
Die Fahrt macht Spaß, sonst wäre es ja kein Klassiker. Anstehzeit etwa 15 Minuten.

Superwirbel:
Achterbahn mit Schulterbügelsicherung. Hier wieder kritischer Punkt die Schulterhöhe und die Körpergröße. Die Fahrt ist eher ruppig und kleinere Menschen könnten sich hier die Ohren an den Bügeln stoßen. Gepasst hat aber alles. Die Fahrt ist relativ kurz, macht aber Spaß. Anstehzeit etwa 30 Minuten.

Tabalugas Abenteuer:
Ja, auch da musste ich durch. Es handelt sich um eine liebevoll gestaltete Figurenbahn mit Booten. Platzprobleme ausgeschlossen, da die Boote beliebig leer bleiben können. Die Anstehzeit war zum einen mit knapp 30 Minuten einfach zu lang, zum anderen wird die ganze Zeit ein und das selbe Lied von Peter Maffay gespielt, das nervt tierisch. Die Fahrt ist allerdings besser als die Indoor-Plastikpuppenbahnen, da hier eine Geschichte erzählt wird.

Teufelsfässer:
Klassische Wildwasserbahn in Fässern. Recht lange Anstehzeit von knapp 45 Minuten, aber die lohnen sich mindestens einmal. Es gibt Abfahrten vorwärts und rückwärts und zwischendrin kann man von anderen lustigen Parkbesuchern gegen Geld mit Wasser abgeschossen werden. Ich kannte diese Bahn ja auch von früher und wusste, dass man hier nur ein paar Spritzer abbekommt. Als ich diesmal allerdings ausgestiegen bin, war ich wieder die Attraktion für alle Nachfolgenden und alle, die momentan noch anstanden: Ich war wieder komplett durchnässt. Nicht so schlimm wie im Phantasialand, weil die Hose weitestgehend trocken blieb, aber das T-Shirt konnte man komplett auswringen. Glücklicherweise hatten wir wieder einen sonnigen Tag erwischt, sodass das schwarze T-Shirt recht schnell wieder trocken war.

Stuntshow:
Ein Mix aus Wakeboard, Wasserski und Stuntshow. Wenn man eh da ist, sollte man sich die anschauen.

Reptilienshow:
Hiervon würde ich eher abraten. In subtropischem Klima bekommt man hier Krokodile, Schlangen, Spinnen und Stinktiere “präsentiert”. Ich weiß nicht, ob das nicht vielleicht auch den Tieren gegenüber bedenklich ist, aber abgesehen davon war es auch einfach langweilig. Das einzig Interessante, war die Lasershow zwischendrin, aber dafür lohnt sich die Zeit nicht. In dieser Zeit kann man lieber noch mal Free Fall Tower oder GeForce fahren.

Toiletten:
Sauber und ausreichend vorhanden.

Gastronomie:
Diesmal gab es Softeis. Die von mir als Kind geliebten Minidonuts habe ich allerdings vergeblich gesucht. Ansonsten gibt es Junkfood jeder Art an jeder zweiten Ecke. Zu den Preisen kann ich wieder nichts sagen, da wir Proviant dabei hatten:

Konzept & Atmosphäre:
Hier war ich regelrecht enttäuscht. Der Holiday Park gehört nun der Plopsa Kette und ich habe das Gefühl, dass die nicht genau wissen, was sie mit dem Park anstellen sollen. Anstelle des grünen Vogels Holli sind nun Wicky und die Biene Maja die Parkmaskottchen, das finde ich irritierend, es kann aber auch einfach dran liegen, dass ich den Park als Kind anders kennengelernt habe. Meiner Meinung nach fehlt es dem Park an einem Konzept, es gibt keine thematisch abgrenzbaren Bereiche wie in fast allen anderen Parks. Der Free Fall Tower ist für mich das beste Beispiel: Hier wurde irgendwie Versucht ein neues Konzept zu etablieren (Anubis), das scheint aber nicht geklappt zu haben, also lässt man sämtliche Thematik weg und hat nur noch ein reines Fahrgeschäft “ohne Story”. Es ist vielleicht ein wenig zu kleinlich, aber mir ist das sogar bei den Mülleimern im Free Fall Tower Bereich aufgefallen, die noch das gleiche Logo drauf haben, wie zur Tower Eröffnung. Hier könnte man mit Thema und Atmosphäre deutlich mehr rausholen, das Phantasialand hat das 1000 Mal besser gelöst.
Um es mal etwas geschwollener zu sagen: Man wird im Holiday Park nicht entführt in Gebiete wie “Western”, “China” oder was auch immer. Für Kinder ist das vielleicht störender als für Erwachsene, vielleicht aber auch nicht. Der nächste Versuch des Parks wird wohl das Maja Land sein, welches Attraktionen hauptsächlich für Kinder bietet und thematisch abgegrenzt sein soll. Vielleicht arbeitet der Park dann auch in anderen Gebieten an einer klareren Linie.

Ich komme zu einem Resultat von 6/10 Punkten.

[Freizeitpark] Phantasialand

Eigentlich bin ich schon seit Kindesalter Fan von schnellen Fahrattraktionen. Aber mit ständig wachsender Körpergröße und -umfang wurden die Jahrmarkt- und Kirmesattraktionen irgendwann einfach nicht mehr machbar. Ich hatte schon die ganze Zeit bedenken, die ganzen “neuen” guten Achterbahnen in den Freizeitparks auch nicht mehr fahren zu können. Dazu muss ich allerdings sagen, dass ich etwa mit 16 das letzte Mal in einem gewesen bin, das ist also schon 10 Jahre her 🙂

Vor einiger Zeit beschloss ich dann, meine Freundin zu überraschen und ins Phantasialand zu fahren. Zunächst mal: Warum das Phantasialand?
Zur Auswahl habe ich mir die drei großen Parks hier in der Umgebung gesetzt:
1) Europapark
2) Holidaypark
3) Phantasialand

Am weitesten weg ist das Phantasialand, am nähsten dran der Holidaypark. Europapark und Phantasialand kosten mit knapp 40€ etwa das gleiche, wobei der Holidaypark mit 25€ (inkl. Parken) günstiger ist. Allerdings ist der Holidaypark auch der kleinste. Gegen den Europapark hat dann aber dessen immense Größe gesprochen. Diesen Park kann man (mit Shows) nur schwer in einem Tag schaffen. Also fiel die Wahl auf das Phantasialand.

Als “Big Boy” habe ich natürlich vorher recherchiert, ob ich dort denn alles fahren kann. Die Informationen hier sind leider nur sehr dünn gesäht und lassen sich nur schwer finden. Ich hoffe also, dass man diesen Artikel leicht über Google finden wird, denn ich versuche hier alles so detailliert wie möglich zu beschreiben.

Zum Zeitpunkt des Parkbesuchs wog ich 128kg bei 191cm Größe. Im folgenden ein paar sehr detaillierte Körpermaße:

Größe: 191cm
Schulterhöhe: 165cm
Schulterbreite gemessen von Schulterkopf zu Schulterkopf: 50cm
Hüfthöhe gemessen von Boden bis Hüftknochen: 103cm
Hüftumfang gemessen an der dicksten Stelle: 118cm
Bauchumfang: 113cm
Brustumfang: 120cm
Oberschenkelumfang: 70cm
Sitztiefe, gemessen im Sitzen von Rückenlehne bis Knie: 61cm
Auch den Tag des Parkbesuchs reiche ich nach, damit man die Anstehzeiten nachvollziehen kann. Ich meine Aber es war ein Wochentag in den Osterferien.

Attraktionen:
Winja’s Fear Force:
2 Indoor Achterbahnen mit einigen Überraschungen. Ähnliche Streckenführung, aber wir beide fanden die rechte besser als die linke. Gesichert über Beinbügel. Kritischer Punkt hier war bei mir nur die Beinlänge, da man wenig Platz für die Füße hat, gepasst hat es aber.
Der Anstehbereich ist sinnvoll gestaltet und wir mussten etwa 15 Minuten anstehen.

Würmling Express:
Auch hier keine Platzprobleme. Reine Adrenalinjunkies lassen diese Attraktion besser aus. Keine Anstehzeit.

Temple of the Night Hawk:
Dunkelachterbahn mit Beinbügelsicherung. Die Bahn läuft erstaunlich ruhig. Kritischer Punkt hier auch die Beinlänge. Außerdem habe ich im Dunkeln immer das Gefühl den Kopf einziehen zu müssen 🙂

Race for Atlantis:
Ein IMAX Simulator aus den 90ern. Eigentlich sollte man denken, dass es hier keine Platzprobleme geben kann, aber die Beinfreiheit ist hier geringer als in Flugzeugen von Billig-Airlines. Ich saß press mit den Knien an der Vorderreihe. Außerdem konnte ich aus dem offenen Simulator heraus links und rechts die anderen Simulatoren sehen 🙂
Bei einer Anstehzeit von über 45 Minuten einen klaren Daumen nach unten.

Hollywoodtour:
In diesen Booten findet wohl jeder Platz. Die Bahn gibt es wohl auch schon gefühlte 20 Jahre im Phantasialand. Wer auf knarzende Plastikfiguren steht, sollte hier einsteigen. Keine Anstehzeit.

Black Mamba:
Hängeachterbahn mit Schulterbügel und Verschlussgurt. Hier gibt es einen Bigboy-Testsitz am Anfang. Diesen unbedingt nutzen. Bei mir war es gar nicht mal so eng, dazu gleich mehr.
Die Bigboysitze erkennt man am doppelten Verschlussgurt. Die normalen Sitze haben nur einen einzigen Gurt. Ich weiß leider nicht mehr, wo genau die Bigboysitze sind, aber die Anweiser setzen einen notfalls um, so war es auch bei mir. Die Mitarbeiter der Mamba sind übrigens super nett und “bloßgestellt” wird hier absolut niemand. Die erste Fahrt war für eine Achterbahn fast schon angenehm.
Bei der zweiten Fahrt meinte wohl aber ein anderer Anweiser, er müsste den Bügel noch einen Klick weiter drücken, das war dann nicht mehr so bequem, ging aber auch noch. Kritische Punkte bei mir hier übrigens Schulterhöhe und Brustumfang. Anstehzeit: Keine 10 Minuten.

Maus au Chocolat:
Eine 3D-Fahrt durch eine Tortenfabrik, in welcher man Mäuse mit virtueller Schokolade beschießen kann. Man spielt gegen seinen Mitfahrer und bekommt den Punktestand die ganze Zeit angezeigt. Macht wirklich Spaß und ist auch mal was anderes. Der Anstehbereich ist super aufwändig gestaltet, allerdings haben wir auch ca. 45 Minuten angestanden.

Pirates in 4D:
3D Kino mit netten Überraschungseffekten. Kein Muss, weil der Film meiner Meinung nach nicht besonders gut ist, aber als “Laufpause” ganz nett.

Colorado Adventure:
Holzachterbahn mit Beinbügel. Kritischer Punkt waren hier die Knie. Anstehzeit etwa 30 Minuten. Es kann aber sein, dass hier nur so “viele” anstanden, weil diese Attraktion 30 Minuten vor den anderen geöffnet hat. Die Fahrt lohnt sich allerdings.

Silbermine:
Endlosbahn mit quietschenden Plastikfiguren. Keine Anstehzeit, lohnt sich nur als Pausenfüller.

Mytery Castle:
Wohl die beste Attraktion im Phantasialand. Anstehzeit knapp 25 Minuten. Es handelt sich um einen Freefalltower im Halbdunkeln gesichert über Schulterbügel. Das war wohl auch die kritischste Attraktion, da hier der Anweiser kräftig nachdrücken musste, bis es passte. Bei der attraktion steht bis 195cm Körpergröße dabei. Kombiniert man aber 191cm Größe mit einer breiten Brust, wird es eben sehr Eng.
Aber sowohl quetschen als auch anstehen haben sich gelohnt. Mit Abstand der höchste Adrenalinfaktor für mich.

River Quest:
Eine typische Wildwasserbahn mit Ringbooten. Bei uns gab es vorher einen Defekt, daher mussten wir über 45 Minuten anstehen. Die Fahrt ist gut. Hier passt auch jeder rein. ABER: Es steht überall geschrieben, dass man nass wird, was bei einer Wasserbahn ja klar sein sollte. Allerdings habe ich weit und breit niemanden gesehen, der aus diesem Ding auch nur annähernd so nass raus ist, wie ich. Pulli und Shirt komplett durchnässt, Jeans bis auf die Socken und die Boxershorts auch nass.
Es gibt am Ausgang Personentrockner, allerdings kosten diese Geld, und eine Jeans trocknet da eben auch nicht einfach so.
An bedeckten, kalten Tagen sollte man hier also wirklich ein Cape drüberziehen.

Feng Ju Palace:
Hier will ich nicht zu viel beschreiben, weil das wirklich eine Überraschung ist. Der Wartebereich ist echt ätzend, weil man sich hier eine dämliche Asiavideoshow anschauen muss. Das könnte man sich echt sparen.
Anstehzeit somit ca. 45 Minuten.
Problem ist hier, dass es nur einen Beinbügel für eine komplette Sitzreihe gibt, der automatisch bis zu einem bestimmten Punkt schließt. Hier kritischer Punkt definitiv der Bauch, ging aber noch.

Geister Rikscha:
90er Jahre Geisterbahn mit Gondeln und quietschenden Figürchen. Keine Probleme mit dem Sitzen, keine Anstehzeit, keine Überraschungen.

Jump:
Eine Show die viel Wirbel um nicht viel macht. Trampolin, BMX, und Kangooboot-Artistik, aber jetzt nicht auf suuuper hohem Niveau. Die Musik fand ich zu Beginn fantastisch, danach die Show aber eher flach.

Seven:
Klassische Zaubershow. Der Magier macht einen sehr guten Job und hat echt geniale Tricks drauf. Absolute Empfehlung.

Allgemein:
Der Park ist wirklich ansprechend gestaltet. Alles ist in wenigen Minuten erreichbar. Am Ende gibt es eine Parade, die wir allerdings “verpasst” haben. Als wir da waren, gab es im ganzen Park kein Softeis mehr, weil wohl alle Maschinen kaputt waren. Ansonsten gibt es die klassischen Snacks an jeder Ecke. Zu den Preisen kann ich nicht viel sagen, da wir unseren eigenen Proviant dabei hatten. Die Toiletten waren sehr sauber.

Edit: Ich habe die Parkbewertung noch einmal überdacht und geändert. 6/10 ist für das Phantasialand wirklich nicht gerechtfertigt.

Ich würde dem Park wohl eine 8/10 geben.
Einen weiteren Punkt könnte es für die Neueröffnung des Casa Magnetica geben. Den letzten Punkt gibt es für eine bessere und präsentere thematische Ausgestaltung des Parks, sowie für eine Sanierung der alten Bahnen. Mit Maus au Chocolat geht der Park hier in die richtige Richtung. Es ist natürlich von Vorteil, dass man den Park in einem Tag machen kann, und so keine Zusatzkosten wegen einer Übernachtung, sowie der doppelte Eintrittspreis entstehen.
Die Anstehbereiche sind gut angelegt und die Anstehzeiten waren bei uns nicht dramatisch.