[Kurztrip] Bayrischer Wald II

Wieder mal ein einwöchiger Urlaub, wieder im Bayrischen Wald, wieder ein Hundehotel, diesmal im Hotel Bergfried. Nach Recherche im Internet haben wir drei weitere Hundehotels gefunden, welche wir besuchen wollen. Im Herbst 2016 war das Hotel Bergfried in Rötz im Bayrischen Wald dran. Gebucht haben wir 7 Nächte im Doppelzimmer und einen dreitägigen JAD-Dogs-Kurs, bei dem Elemente verschiedener Hundesportarten kombiniert werden. Nahe der tschechischen Grenze gelegen hätten wir laut Maps nur etwas über drei Stunden gebraucht. Allerdings hatten wir auf dem Hinweg rund um Würzburg sehr viel Verkehr, sodass wir letztendlich fünf Stunden unterwegs waren.

Hotel Bergfried
Gebucht hatten wir sieben Nächte inklusive Halbpension im Hotel Bergfried. Die Rezeptionistin ließ uns das Abendessen und einen Platz im Restaurant wählen und erklärte uns dann den Weg zum Zimmer. Dieses war sowohl auf den ersten Blick, als auch während der gesamten Woche, sehr beengt und unvorteilhaft eingerichtet. Neben einem Bett, zwei Nachttischen, einem großen Tisch mit zwei Stühlen und einem Kleiderschrank blieb nicht mehr viel Platz zum Manövrieren oder Koffer und Schuhe Abstellen. Auch das Bad war sehr klein. Der Schrank bot genug Platz für eine Woche, das Bett knarzte sehr laut, wenn man sich darin bewegte. Der Hund muss sein Bett selbst mitbringen, zwei Näpfe mit Begrüßungsleckerlies werden vom Hotel gestellt. Eigentlich gibt es überall freies WLAN, was aber nur in etwa so gut funktioniert, wie der miserable EDGE-Empfang.
Das Essen im Bergfried war absoluter Durchschnitt. Man bekam ein normales Frühstücksbuffet mit Brot, Brötchen, Belag, Obst, Müsli, Joghurt, gekochten Eiern, Rührei mit Bacon (dieser ist extrem lecker!) und diverse Säfte. Mittags und zum Kaffee konnte man im Restaurant Kleinigkeiten und Kuchen/Torte bekommen, was aber nicht mit im Preis enthalten war. Abends gab es jeweils ein 4-Gang-Menü, wobei man beim Hauptgericht eigentlich immer die Wahl zwischen Schwein/Rind, Geflügel, Fisch und fleischlos hatte. Vorneweg gab es eine Suppe und eine Vorspeise, zum Schluss bekam man noch ein Dessert. Die Gerichte waren mäßig raffiniert, es gab viele “Standardgerichte” (Schnitzel mit Pommes, Braten mit Knödeln). Die Haupt- und meist auch die einzige Beilage waren Rösti, auf eine Gemüsebeilage wurde meist verzichtet. Das, was es gab, war nicht schlecht, aber auch nicht ausgezeichnet. Was ich allerdings anmerken muss ist, dass die Portionen recht klein waren und man nicht immer satt wurde. Der Speisesaal war sehr schön. Es gab einen Wintergarten, der bei unserer Ankunft leider schon belegt war, von dem man aber ins Grüne schauen konnte.
Ebenso modern und ansprechend gestaltet war der Saunabereich. Es gab eine kleine Sauna, eine Infrarotkabine, eine Regendusche und drei super bequeme Liegen mit Schaffellen und Musik zum Entspannen. Ich war nur ein mal in der Sauna, daher kann ich nicht beurteilen, ob diese oft genutzt wird, schätzungsweise aber eher nicht so oft.
Die Anlage rings um das Hotel war ein kleiner Hundetraum. Es gab mehrere eingezäunte Wiesen; eine mit Agility-Geräten (Wippe, Steg, Tunnel, Hürden, Pylonen, Steilwand) und eine mit “Alltags”-Geräten (Wackelbrett, Sprossen, Röhre, Hängebrücke,…) und viel Platz zum Toben. Zusätzlich gab es noch einen Naturteich für Hunde und im Sommer sicherlich auch für Menschen. Die Anlage war sehr gepflegt und ansprechend gestaltet. Es gab eine Grillhütte und im Sommer einen Kühlschrank, aus dem man sich (mit Strichliste) Getränke nehmen konnte. Im Hotel selbst gab es auch eine öffentlich nutzbare Küche mit Kühlschränken und Ablagen (z.B. für BARFer) sowie eine durchaus praktische Hundedusche mit Handtüchern für den Vierbeiner.
Das Ambiente war sehr hundefreundlich. Die meisten Besucher reisten mit großen Hunden und oft auch mit mehr als einem. Im Speisesaal ging es sehr gesittet zu, hier war viel Platz, die Hunde abzulegen. Die Hundewiesen waren verhältnismäßig oft besucht, wenn man gefragt hat, hat man immer jemanden gefunden, der auch Hundekontakt wünscht. Es gab eine flache 20-Minuten-Runde für morgens direkt vor dem Haus. Die direkte Umgebung hat weitere Spazier- und Wanderstrecken bis zu 15km geboten. Oben auf dem “Hausberg” steht eine Burgruine, die man sich anschauen sollte (Wegdauer querfeldein etwa 1:45h, auf dem ausgeschilderten Weg vielleicht eher 45 Minuten).
Zum JAD-Dogs Kurs kann ich leider wieder nichts sagen, da auch dieser ausgefallen ist.

Ich kann dem Hotel Bergfried leider nicht mehr als 6/10 Punkte in der Kategorie Hundehotel geben. Für den kleinen Hundetraum stecken die Menschen hier eher zurück. Punktabzug gab das schlechte WLAN, die Größe des Zimmers, die Größe der Portionen und die Qualität des Essens. Wenn im Bergfried mal wieder ein interessanter Kurs ist, der auch statt findet, würden wir trotzdem wieder buchen; dann aber nur für die Dauer des Kurses.

Umweltstation
Nicht weit (vorausgesetzt es gibt keine Straßensperrung, die eine 20 minütige Umleitung nach sich zieht) vom Hotel befindet sich die Umweltstation nahe Cham. Hier gibt es ein paar Tiere, die man mit dortigem Futter füttern kann und einen Natur-Rundweg. Auf diesem kann man allerlei lernen, bzw. sich darüber wundern, welche Pflanzen man alle nicht benennen kann. Der Rundweg führt durch/über Moorgebiet, an einer Bienenfarm und einem Ententümpel vorbei. Es gibt ein Weidenlabyrinth; auch hier führen die richtigen Antworten auf Fragen zu Fledermäusen zum Ziel. In der Station selbst gibt es wohl noch etwas mehr zu sehen und zu erleben, jedoch war dort bei unserer Ankunft kaum jemand da. Auf dem Rundweg waren wir sogar komplett alleine. Man kann sich hier gut 1-2 Stunden aufhalten und zahlt, was man will. Für Kinder könnte es hier schnell langweilig werden. Tatsächlich bewerte ich hier, da es faktisch ja nichts kostet, in der Kategorie “Gassi-Strecke” mit 7/10 Punkten. Kein Muss, aber wenn man in der Gegend eine schöne Ecke sucht, bietet sich die Station an.

Flederwisch, Wildgarten und Felsengänge in Furth
Furth bietet für Touristen direkt ein Erlebnis-Trio an. Ursprünglich wollten wir erstmal nur in den Flederwisch. Diese “Anlage” ist schwer zu beschreiben. Hier wurde eine Art Freilichtmuseum rund um Deutschlands größte Dampfmaschine gebaut. Man findet einen sehr großen Geschenkshop mit allerlei neu- und vorzeitlichem Schnickschnack, eine Goldschürfstation, eine nachgebaute alte Werkstatt, einen (Kinder-)Armbrustschießplatz, einen Oldtimer und viele, viele Drachen- und Geisterskulpturen. Irgendwie hat dieses Ding keine klare Linie. Im Shop dominiert das Mittelalter, draußen die Zeit der industriellen Revolution gemischt mit Steampunk und leichten Western-Elementen. Meiner Meinung nach klar auf Kinder abgezielt, kann ich mir noch nicht mal vorstellen, dass Kinder hier wirklich Spaß haben. Ok, wir haben die Vorführung der Dampfmaschine verzichtet, da diese zu laut für Hunde ist, aber der “Rest” hat einfach nicht überzeugt. Zum Gluck haben wir uns aber von dem schwachen Auftakt nicht abschrecken lassen und sind weiter in den Wildgarten gefahren. Auch das ist eher schwer zu beschreiben. Hier hat man ein Feld-, Wald- und Moorgebiet sehr interessant und abwechslungsreich gestaltet. Neben verschiedensten Holz- und Steinskulpturen gibt es ein Labyrinth, ein Baumhaus, ein überdimensionales Vogelnest, einen Moorpfad und viele verschiedene Sagen um Baum- und Erdgeister. Etwas, was ich vorher noch nie gesehen habe: man hat hier die Möglichkeit in einen Raum, der in einem Fischteich liegt, einzusteigen. Das war sehr außergewöhnlich. Hier war sehr wenig los, sodass wir unseren Hund frei laufen lassen konnten.
Die letzte der drei Attraktionen waren die Felsengänge unter der Stadt. Man steigt hier wirklich in der Innenstadt ein und erkundet eine knappe halbe Stunde lang die Stadt untertage. Das war in dieser Form meine ersten Katakomben sozusagen und ich fand es sehr spannend. Menschen über 1,70 müssen hier stellenweise ganz schön den Kopf einziehen, aber das trägt nochmal zusätzlich zur Authentizität bei 🙂 Hunde können hier auch runter. Nachdem man das Tripel voll gemacht hat, erhält man einen “Edelstein”, ein nettes Addon.
Hierbei ist es nicht fair, eine Bewertung für alle drei Sachen abzugeben. Der Flederwisch war tatsächlich herausgeschmissenes Geld. Hierfür gibt es 3/10 Punkte; je einen für die Dampfmaschine, den Goldschürfplatz und das Armbrustschießen. Der Wildgarten bekommt 9/10 Punkte für die Originalität. Einen Punkt ziehe ich für die Plastikskelette ab, die dort häufig “dekoriert” werden. Die Felsengänge bekommen 7/10 Punkte. Abzug bekommt hier der Preis, ein fehlender Plan der Gänge und die fehlende Möglichkeit eine Führung zu erhalten, welche sicherlich spannend wäre.

Freizeitzentrum Hohenbogen
Das wird eine sehr schnelle Bewertung. Eigentlich wollten wir hier sommerrodeln und Graskart fahren. Leider war beides an dem Tag, an dem wir dort waren nicht möglich. Obwohl es bei unserer Ankunft nicht geregnet hatte, war das Wetter wohl zu schlecht. Damit blieb uns nicht viel dort zu tun: man kann den Berg hoch laufen oder fahren, oben gibt es eine Hütte mit wenig gutem Essen (Suppe) und ganz gutem Kuchen und das war es dann auch schon. Daher keine Bewertung für die Rodelbahn und die Karts. Die Liftkarten fand ich unverhältnismäßig teuer.

Tiergarten Straubing
Die verwendete Bezeichnung Tiergarten finde ich nicht passend. Es handelt sich um einen klassischen Zoo mit vielen Tierhäusern, in die der Hund nicht mit rein darf. Komischerweise haben wir hier 100 mal so viele Kinder gesehen wie in jedem Tierpark, kann aber auch am Wochenende gelegen haben. Es gibt Tiger und Löwen, die sieht man vielleicht nicht in jedem Zoo. Da mir absolut keine Highlights in Erinnerung geblieben sind und auch der Hund ständig an der Leine bleiben musste und nicht überall mit hin konnte gibt es hier nur 5/10 Punkte. Wenn man allerdings nach dem Kletterparkbesuch noch Zeit hat, kann man trotzdem noch in den Zoo gehen.

Kletterpark Straubing
Der Kletterpark liegt direkt vor dem Zooeingang. Es wird ein durchgehendes System benutzt, d.h. dass man sich nie umklinken muss. Diese Technik hab ich das erste Mal genutzt und sie ist sehr komfortabel. Es gibt zwei Parcours im Kletterpark. Beide erfordern ein erhebliches Maß an Balance, aber kaum Kraft. Der eine Parcours hat viele Flying Fox Strecken zum Entspannen. Beide Parcours kann man recht einfach bewältigen, wenn man oben ans Sicherungsseil greift. Ohne diese Sicherung sind die Kurse sehr anspruchsvoll. Mir ist es nicht gelungen, alle Hindernisse ohne Griff ans Sicherungsseil zu schaffen. Für den Eintritt darf man vier mal rund klettern.
Gibt hier von mir 7/10 Punkte mit Abzug bei Vielfalt, Kraftanspruch und Komfort (der Sicherungsgurte).

Bayerwald Tierpark
Ein sehr weitläufiger Tierpark an der Grenze zu Tschechien. Hier gibt es angefangen bei Schafen und Ziegen über Meerschweinchen, Kaninchen und Siebenschläfer bis hin zu Wölfen, Rentieren und Hirschen sehr viele verschiedene Tiere zu bewundern. Eher als Park als als Zoo aufgebaut kann man direkt an den Gehegen entlang laufen, auch am Wolfsgehege. Wenn wenig los ist, kann man den Hund auch mal von der Leine lassen, sodass dieser mal dem Wolf Guten Tag sagen kann. Es gibt an den Gehegen mehrere Hütten, in die der Hund aber auch rein darf, wo man viel über die einzelnen Tiere erfahren kann. Man kann kostenlos direkt gegenüber Parken und verbringt gut 2-3 Stunden im Park. Es gibt einen, nicht genutzten, Kiosk und Möglichkeiten mitgebrachten Proviant zu essen, sodass man auch problemlos den ganzen Tag hier verbringen kann.
Leider hatte ich bei einigen wenigen Gehegen das Gefühl, dass das nicht so 100% artgerecht ist. Beurteilen kann ich das nicht, aber einen Punkt dafür abziehen. Manche Tiere scheinen nur einzeln in den Gehegen zu sitzen, auch dafür ziehe ich zwei Punkte ab. Endergebnis: 7/10 Punkte.

Kleine Arberseebahn
Ein kleiner, aber sehr feiner Programmpunkt. Mit einer Bimmelbahn geht es in etwa 20 Minuten rauf auf den Arberberg. An einem mit dem Auto nicht erschlossenen Bergsee gibt es einen Rundwanderweg. Dieser Weg ist echt traumhaft. Überall gibt es kleine Wasserfälle, Brückchen, Felsen, etc. Man läuft die Strecke in gut 40 Minuten und hat anschließend noch Zeit in der Hütte ein Bierchen zu trinken. Anschließend wird man wieder von der Bimmelbahn mitgenommen. Auf den Fahrten gibt es Sightseeingaudio vom Band. Dafür, und dafür, dass der Hund in der Bahn Geld gekostet hat, ziehe ich je einen Punkt ab und gebe 8/10 Punkte.

Die Gesamtpunktzahl für diesen Urlaub liegt bei 7/10 Punkten. Die Abstriche beim Hotel hätte ich vermutlich weniger stark gewichtet, wenn der JAD-Dogs Kurs stattgefunden hätte. Das Wetter war für den Herbst sehr gut, wir hatten nur 1,5 Tage Regen, dummerweise hat das gereicht, dass die Sommerrodelbahn geschlossen war.

[Kurztrip] Bayrischer Wald

Auch hier passt die Kategorie nicht wirklich, da es sich wieder um einen 1-wöchigen Urlaub in den Osterferien 2016 handelt. In einer Hundezeitschrift haben wir eine Anzeige von Gut Feuerschwendt im Bayrischen Wald gesehen. Nach dem Informieren über die Homepage sowie HolidayCheck haben wir für eine Woche einen Waldblickbungalow mit Verwöhnpension plus und eine Schatzsuche mit Hund gebucht. Mit dem Auto sind wir etwa 4,5 Stunden gefahren, exklusive drei Pausen, da wir ja einen relativ jungen Hund im Auto hatten.

Gut Feuerschwendt
Gebucht hatten wir sieben Nächte inklusive Verwöhnpension plus im Gut Feuerschwendt. Wir wurden von der Rezeptionistin herumgeführt und konnten dann unseren Bungalow beziehen. Dieser war aufgeteilt in zwei Etagen. Oben war das großzügige Schlafzimmer mit Balkon, TV, ausreichend Stauraum und Holzboden, das moderne Bad mit riesigem Spiegel und großer, ebenerdiger Dusche, sowie ein separates WC. Unten gab es ein Wohnzimmer mit Küchenzeile, Sofa und direktem Zugang zum Garten, ein Gästezimmer, sowie ebenfalls ein WC. Das Häuschen war sehr hell, sauber, modern und groß; eigentlich könnte man auch zu fünft hier wohnen und mehrere Hunde haben auch allen Platz der Welt. Jeden Tag bekommt jeder Gast eine Flasche Wasser und eine Flasche Apfelschorle, was wir aber Mitte der Woche “abbestellt” haben, weil wir sonst einen Getränkehandel hätten eröffnen können.
Das Essen im Feuerschwendt ist sehr gut. Man bekommt ein überdurchschnittliches Frühstücksbuffet mit Kaffee(spezialitäten) aus dem Automaten, die aber dennoch sehr gut sind, Brötchen, Obst, Müsli und Eivariationen. Nachmittags gab es wechselnde Kuchen und Torten sowie meist warme Reste vom Vortag. Abends gab es wechselnd Buffet und Vier-Gänge-Menus an den Tisch. Die Qualität und Raffinesse war überdurchschnittlich gut. Man wird nach jedem Gang gefragt, ob bzw. wann es weiter gehen soll; der Service ist gut. Der Speisesaal ist recht rustikal und wirkt eher in die Jahre gekommen. Für Frühstück und Kaffee steht ein großer Balkon zur Verfügung, sodass man auch draußen sitzen kann.
Das Wellness-Angebot war gut. Es gab einen Innen-Pool, eine kleine Sauna und eine Masseurin/Kosmetikerin. Der Wellness-Bereich war nicht top modern aber funktional. Man kann sich nach dem Baden auch raus legen und entspannen, die Sauna war nicht stark frequentiert.
Auf der Anlage gibt es mehrere Koppeln auf denen teils Pferde der Gäste, teils Pferde des Guts selbst, teils Ponys, Ziegen und ein Esel stehen. Die Ponys kann man halftern und sich so in “seinen Garten” stellen zum Bürsten, für reit-affine Kinder wohl top. Für uns war super, dass unser Junghund so viele verschiedene Tiere direkt kennenlernen konnte. Neben für uns nicht so relevante Dinge wie Spielplatz, Spielhäuschen und Basketballplatz gibt es noch einen überdachten Hundeplatz sowie eine überdachte Reithalle. Auf dem Hundeplatz gibt es allerlei Spielzeug, Hürden, Stege, Brücken, Tunnel und Wippen; hier finden auch die Erziehungs- und Beschäftigungsstunden (s.u.) statt. In der Reithalle fanden die Reitstunden (s.u.) statt. Beide Hallen waren jeweils gut besucht, aber da konnte man sich immer arrangieren.
Das Ambiente im Gut ist durchgehend überzeugend und sehr hundefreundlich. Als “Manko” könnte man erwähnen, dass das Gut in sehr hügeligem Gelände liegt und man so auch für die Morgenrunde entweder stramm marschieren muss, oder man fährt runter in der Ort und geht dort spazieren, so haben wir es gemacht.
Die Schatzsuche kann ich leider nicht bewerten, da diese nicht stattgefunden hat. Generell hatte ich in dem Hotel das Gefühl, dass zwar sehr viele Hunde im Hotel sind, die meisten aber doch eher so ihr eigenes Ding machen. Die Hundekurse sind eher spärlich besucht und man muss schon ein bisschen suchen, bis man mal jemanden findet, der selbst auch Interesse an anderen Hundekontakten hat.
Bei Buchung erhält man Guts-Aktivpunkte, welche man bspw. für Dinge wie Hundesitting, Reitstunden, Hundestunden oder Lunchpakete ausgeben kann.
WLAN hatte man nur im Speisesaal. Hunde dürfen selbstverständlich mit in den Speisesaal.
Bei der Abfahrt haben wir uns von unseren Punkten ausgezeichnete Lunch-Pakete machen lassen, weil wir nicht wussten, dass ein Paket locker für zwei Personen reicht.

Ich gebe Gut Feuerschwendt mit 9/10 Punkten in der Kategorie Hundehotel fast die Höchstpunktzahl. Den letzten Punkt gibt es für kostenloses, vernünftig ausgebautes WLAN.

Pullman City
Pullman City ist eine weitläufige Westernstadt mit Saloons, Zelten, Planwagen, Tiergehege, und und und. Alles, was dort gemacht wird, ist sehr authentisch und wirkt ausgesprochen echt. Als wir dort waren, war nicht sehr viel los, sodass auf den größeren Grünflächen und an den Bächen, welche durch die Stadt rinnen, der Hund auch mal frei laufen konnte. Es gibt viel zu sehen und Pullman City ist eine absolute Empfehlung. Man sollte sich vorher aber erkundigen, welche Paraden wann sind, diese sind nämlich echt sehenswert. Hier kann man gute 2-3 Stunden verbringen, mit Kind sicher deutlich mehr. Wichtig: zumindest bei der Parade zur Geschichte Amerikas sollte der Hund unbedingt schussfest sein!

Pullman City zu bepunkten ist nicht leicht, da die Punktzahl stark von der Kategorie abhängt. Als Halbtagesausflug mit Hund bekommt die Westernstadt von mir sehr gute 8/10 Punkte. Punktabzug gibt es hier lediglich für den Preis, der sicherlich dann gerechtfertigt ist, wenn man den ganzen Tag dort verbringt und für die stellenweise nicht nötige, generelle Leinenpflicht für Hunde. In der Kategorie Freizeitpark würde ich nur mäßige 5/10 Punkte vergeben. Hier fehlt einfach die Action. Trotzdem empfehle ich einen Besuch, vor allem mit Kindern in der Cowboy-Phase.

Keltendorf
Das Keltendorf liegt recht abgelegen im Bayrischen Wald. Als wir ankamen waren alle Vorführungen leider schon beendet, sodass wir keine “Kelten” mehr erleben konnten. Der Vorteil war allerdings wieder, dass wir den Hund frei laufen lassen konnten. Es gibt einen Audioguide der die einzelnen Stationen erklärt. Auch hier wirkt alles sehr authentisch, sodass es nicht langweilig wird. Man sieht Kultstätten, Schmieden, Backstuben, Webstühle, Schafe und Pferde. Wir waren hier etwa eine Stunde, wenn es voller ist, dauert es aber durchaus länger.

In der Kategorie Halbtagesausflug bekommt das Keltendorf 6/10 Punkte. Das kann aber durchaus daran liegen, dass in der Zeit, in der wir dort waren, keine Vorführungen waren. Empfehlung hier nur als Lückenfüller, wenn man eh in der Nähe ist, oder für Historik-Nerds.

Naturpark
Der Naturpark ist in mehrere “Abschnitte” unterteilt. Wir haben mit dem Waldwipfelweg angefangen. Dieser ist ein Rundweg auf einem Holzsteg in Baumkronenhöhe. Definitiv sehens- bzw. erlebenswert. Anschließend ging es auf den Naturlehrpfad auf dem Klein und Groß ihr Wissen über die Tiere des Waldes testen können. Am Anfang ist das sehr interessant und macht Spaß, am Ende war es aber etwas langwierig. Direkt im Anschluss kann man diverse Illusionen und optische Täuschungen bestaunen, balancieren und klettern. Das macht viel Spaß und man kann viele schöne Bilder machen. Kurz vorm Ausgang steht noch eine Alpaca-Herde, wobei man die im Bayrischen Wald irgendwie eh an jeder Ecke sieht. Ein Highlight, welches man unbedingt noch mitnehmen sollte ist sicherlich auch das Haus, das auf dem Kopf steht. Hier ist ein komplettes Haus zum einen auf dem Kopf und zum anderen schräg aufgebaut. Zeit zum lustige Fotos schießen hat man genug. Wer schnell Probleme mit dem Gleichgewicht bekommt, könnte das Haus evtl. nicht so leicht wegstecken.

Ich vergebe hier 7/10 Punkte in der Kategorie Naturpark und gebe eine klare Empfehlung für alle ohne oder mit geduldigen Kinder, denn die Action fehlt hier komplett.

Sommerrodelbahn
Das Rodel- und Freizeitparadies Sankt Englmar bietet vieles in einem: es gibt zwei Sommerrodelbahnen (eine auf Schienen, d.h. durchgehend Vollgas ist möglich, eine im Kanal, diese war leider gesperrt), eine Achterbahn (war zur Zeit als wir dort waren noch nicht eröffnet), mehrere Wasserrutschen (nicht getestet), mehrere normale Rutschen, darunter auch eine extrem steile, einen Minigolfplatz, eine Streichelzoo (die Tiere waren leider im Winterquartier) und noch vieles mehr für Kinder (Indoor- und Outdoorspielplatz, Wasserspielplatz, …). Hier bekommt man wirklich was geboten und viel Geld zahlt man dafür auch nicht. Der Golfplatz ist innovativ und mit Liebe gemacht, die Sommerrodelbahn hat gut Geschwindigkeit.

Als adrenalinliebend gebe ich hier 8/10 Punkte. Volle Punktzahl gibt es, wenn alles offen ist und auch die Tiere im Streichelzoo da sind.

Kanufahrt
Wir haben von unserem Hotel aus eine Kanufahrt gebucht und diese mit Verwöhnpunkten bezahlt. Zeitgleich war unser Hund in einer Hundepension, welche einen guten bis sehr guten Eindruck machte.
Die Kanufahrt ging flott los, wurde aber immer zäher, da der Ausstieg an einem Stausee liegt. Die Fahrt macht trotzdem Spaß, man sieht viel und die Strecke ist auch von ungeübten Paddlern zu bewältigen. Hunde dürfen auch mitfahren, wenn sie es wollen. Man kann sich unmöglich verfahren.
Mir hat die Fahrt Spaß gemacht, trotzdem gebe ich hier nur 6/10 Punkte, da ich schon eine deutlich bessere Kanutour hatte. Die Strecke ist wenig bis gar nicht rasant, am Schluss muss man sein Kanu ein gutes Stück am Hang entlang tragen und bequem sind die Dinger auch nicht. Empfehlung für alle, die sich beweisen wollen, dass sie es schaffen 😉

Hundetraining
Mittwochs und Freitag gibt es je drei Stunden Hundetraining mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Wir haben an Erziehung, Leine, Körpersprache und Beschäftigung teilgenommen. Körpersprache war “gewöhnungsbedürftig”, Erziehung und Leine sehr schroff (man kann aber von 50 Minuten Kurs eh meistens nicht viel erwarten). Der Beschäftigungskurs war allerdings super. Hier haben wir uns mit unserem Hund an Nasen- und Parcoursarbeit herangetastet.
Diese drei Stunden waren ein eher dürftiger Ersatz für die ausgefallene Schatzsuche, ein fest gebuchtes und dann auch stattfindendes Seminar wäre uns lieber gewesen.
Hier gibt es eine Empfehlung und 8/10 Punkte für den Beschäftigungskurs, für die weiteren Kurse keine Empfehlung und nur 2/10 Punkte, da wir nicht mit den Methoden der Trainerin einverstanden waren.

Reitstunden
Meine Freundin hatte von den Guts-Aktivpunkten ihre erste Reitstunde überhaupt genommen. Die Reitlehrerin, eine gebürtige Australierin, war sehr nett und ließ meine Freundin nach dem obligatorischen Pferd Putzen und Satteln und nach kurzer Zeit an der Longe bereits frei reiten. Das hat ihr so viel Spaß gemacht, dass sie am letzten Urlaubstag noch eine zweite Reitstunde nahm. Diese war allerdings bei einer anderen Reitlehrerin. Bei ihr durfte man wohl nur an der Longe reiten. Das hat wohl weniger Spaß gemacht, es wird wohl aber trotzdem nicht die letzte Reitstunde von meiner Freundin gewesen sein.
Die Reitstunden kann ich selbst leider nicht bewerten.

Die Gesamtpunktzahl für diesen Urlaub liegt bei 8/10 Punkten. Volle Punktzahl hätte es bei stattfindender Schatzsuche und konstant gutem Wetter gegeben 🙂

[Kurztrip] Sölden

Eigentlich ist die Kategorie bei diesem Post stark irreführend. Es handelt sich um unseren Winterurlaub in der Woche vor Ostern 2014. Eingebucht waren wir bei Eigenanreise im Hotel Similaun mit Halbpension. Zu den Gesamtkosten kann ich nun, ein Jahr später, mal wieder nichts sagen. Hier versuche ich vor allem das Hotel, die einzelnen Skigebiete und wenn möglich, die von uns besuchten Hütten zu bewerten.

Los ging es samstags um halb sechs. In Deutschland hatten wir exakt bis zur östereichischen Grenze kein bisschen Stau. Ab dort wurde es allerdings sehr zäh. Insgesamt sind wir 7 Stunden gefahren, inklusive Rast und Vignettenkauf.

Vent
Vent ist ein Stadtteil von Sölden, liegt aber deutlich außerhalb (20 Minuten mit dem Skibus, mit dem Auto nicht viel schneller, da es eine recht enge und kurvenreiche Strecke nach Sölden runter ist), dafür aber auch höher. Wir haben uns am ersten Tag vergessene Reiseutensilien dort in einem Supermarkt gekauft. Das ist allerdings nicht zu empfehlen, denn der nimmt absolute Wucherpreise. Lieber nach Sölden runter fahren und dort für weniger als die Hälfte einkaufen. Ansonsten gibt es in Vent nicht viel. Es gibt einen Berg mit zwei Liften und einer Talabfahrt, welchen ich aber nicht bewerten kann, da nicht genutzt. Touristenklassisch waren wir mal im Hotel Post zum Apfelstrudel essen. Ambiente, Preise und Geschmack absolut okay, aber nichts besonderes. Von Vent aus konnte man auch Rodeltouren in Sölden buchen, wovon uns aber aufgrund des dürftigen Schnees abgeraten wurde.

Hotel Similaun
Gebucht hatten wir sieben Nächte inklusive Halbpension im Hotel Similaun. Als wir ankamen, saß eine kleine Gruppe an der Hotelbar und unterhielt sich mit der Chefin. Auch viele weitere, noch ankommende Gäste wurden von ihr persönlich begrüßt und umarmt. An diesem Moment dachten wir, dass das Similaun wohl sehr viele Stammgäste hat, und man es als “Neuling” schwer hat. Weit gefehlt. Es war zwar, während der ganzen Woche, ein hoher Anteil an Stammgästen anwesend, aber der Service für uns war deshalb nicht zweitklassig.
Unser Zimmer war für einen Skiurlaub ausreichend groß und sehr sauber. Wir hatten vor unserem Zimmer eine riesige Dachterrasse, welche wir auch nutzen durften. Wir haben sie eigentlich nur zum Kühlen unserer Getränke genutzt, oder um die Skishow (siehe Sonstiges) anzuschauen.
Das Essen im Similaun ist der absolute Wahnsinn! Mehrfach habe ich extra drum gebeten, dem Koch ein Lob zukommen zu lassen, denn es hat echt genial geschmeckt. Abends gab es immer ein 4-Gänge-Menü, welches man sich beim Frühstück, bzw. bei der Anreise, wählen konnte. Es gab immer eine Vorspeise, einen Salat vom Buffet, ein Hauptgericht und ein Dessert. Die Fleisch und Fischqualität war ausgezeichnet, der Garpunkt immer getroffen. Klar gab es auch mal Schnitzel mit Kroketten, aber überwiegend waren es ziemlich raffinierte Gerichte. Auch Sonderwünschen, bzw. kompletten Umbestellungen (Fisch- und Wildtag) ist man ohne Probleme nachgekommen. Besonders hervorzuheben sind natürlich der Fondue- und der Spareribs-Abend. Beide Essen fanden in der ans Similaun angrenzenden Alm mit allen Gästen statt. Das erste mal überhaupt aßen wir Boullion-Fondue und es war top.
Das Wellness-Angebot war absolut ausreichend. Auch wenn kein Pool vorhanden war, gab es immerhin einen Whirlpool, ein Dampfbad, zwei Saunen, eine Kältekammer und einen Ruhebereich. Zwar war vieles davon oft von Kindern “belegt”, aber auch die sind ja irgendwann essen gegangen und so konnte man nach einem langen Skitag gut entspannen.
Zu den weiteren Freizeitmöglichkeiten im Hotel kann ich nichts sagen. Ich glaube, es gab noch ein Spielzimmer, mit Konsolen, Tischtennisplatte und so Zeugs. Das haben wir aber nicht genutzt.

Pisten
Von Vent aus ist man zwar nicht direkt an den Söldener Bahnen, ist aber dafür vergleichsweise schnell eben auch in Gurgl. Es stehen also somit zwei recht große Skigebiete zur Verfügung. Entgegen dem Rat der Hotelchefin haben wir uns Sonntag und Montag für Gurgl entschieden. Hier hatten wir vormittags Neuschnee und nachmittags Sulz, also eher durchwachsen. Ins Tal konnte man hier trotzdem noch abfahren, haben wir aber am ersten Tag nicht gemacht. Montags war es dann schon etwas kälter und die Pistenbedingungen waren astrein. Generell hatte ich am Skigebiet nichts auszusetzen. Es gibt Pisten aller Kategorien, soweit Schnee liegt sind alle Pisten gut präpariert. Die Talabfahrt macht Spaß, wenn man auf breite Autobahnen steht 🙂 Ich würde trotzdem sagen, dass man in zwei Tagen das komplette Skigebiet gut abgefahren hat, sodass wir ab Dienstag dann auch in Sölden waren. Hier wiederholte sich das Spiel von Sonntag/Montag: Dienstag Neuschnee, Mittwoch dann kalt und super Schnee. Donnerstag war wohl der beste Tag, mit sonnigem Wetter, guter Sicht und top Schnee. Freitag war der Schnee auch noch ok, die Sicht wurde aber zunehmend schlechter. Die Pistenvielfalt ist hier noch etwas größer als in Gurgl, allerdings fand ich die Hütten weniger gemütlich, s.u. Meine Lieblingspiste hier war definitiv die 30 durch Rettenbachtal. Wenig anspruchsvoll, super zu fahren und mit tollem Panorama.

Hütten
In Gurgl waren wir beide Tage auf der Nederhütte und das hatte auch seinen Grund. Das Personal ist super nett, das Essen schmeckt und wir fandens jetzt nicht zu überteuert. Natürlich ist es ein Skiurlaub und alles ist spürbar teurer als gewohnt, aber das wussten wir ja vorher. Die Nederhütte ist recht zentral gelegen, man hat gut Sonne, wenn sie denn da ist und man hat einen guten Blick ins Tal.
In Sölden waren wir in der Tiroler Stube, am Tiefenbachgletscher, am Giggijoch  und am Rettenbachgletscher. Zugegeben, wir kannten uns nicht aus und haben auch nicht nach den urigen Hütten abseits der zentralen Plätze gesucht. Das war ein Fehler! Wir waren eigentlich durchweg von dem Kantinenambiente der großen “Fressstationen” enttäuscht. Hier hätten wir uns anderweitig vielleicht auch im Vorfeld informieren sollen. Ein Tipp an alle Sölden-Anfänger wäre also: Lasst euch von erfahrenen Sölden-Fahrern ein paar Hütten empfehlen. Ich kann leider keine Empfehlung aussprechen, weil wir wirklich nichts herausragendes gefunden haben. Schade.
Ebenfalls enttäuscht waren wir von den Hütten an den Talstationen. Das mag allerdings der Nachsaison geschuldet sein, in der wir gefahren sind. Es war einfach kaum noch was los. Man hat zwar sein sehr teures Flügerl überall bekommen, aber viel ab ging nicht mehr.

Sonstiges
Der Supermarkt in Sölden ist toll. Man kann problemlos parken, man bekommt alles was man braucht und man zahlt auch nicht übermäßig viel. Einen Abend waren wir in einer Kneipe, in der eine Liveband gespielt hat. Das war “eigentlich” top. Problem war nur, dass es eine Raucherkneipe war, und das ist man ja nun mal nicht mehr gewohnt.
Dienstags hatten wir in Vent eine Skishow der hiesigen Skischule am Hausberg. Das war super. Nachts, als es dunkel war, haben die Skilehrer da richtig Gas gegeben, mit Fackelabfahrt, Angebersprüngen und allem drum und dran. Das konnten wir von unserem Balkon aus sehen und war noch mal ein tolles Schmankerl on top.

Wer gerne und dafür selten Ski fährt, dem kann ich Sölden nur nahe legen. Tolles Skigebiet und von uns aus schnell erreichbar. Sicher kann man woanders wohl auch günstiger Ski fahren, aber wir waren zum einen recht spät und zum anderen dann auch noch recht kurzfristig. Da es einer unserer seltenen Urlaube war, wollten wir dann auch nicht Kosten drücken, indem wir uns ein Appartment nahe Sölden suchen und uns selbst versorgen. Das ist übrigens der Geheimtipp meines Kollegen. Aber an dieser Stelle sei auch noch mal explizit das Hotel Similaun in Vent empfohlen. Außer dem Hardcore-Skifahrer, der morgens um halb sechs schon an der Gondel stehen will würde ich das Hotel jedem empfehlen, der auch im Winterurlaub ein bisschen Urlaub machen will 🙂

Von mir für diesen längeren Kurztrip auf jeden Fall 10/10 Punkte!

[Kurztrip] Lana bei Meran/Italien

In unserem letzten Sommerurlaub waren wir in Lana/Italien im Hotel Schwarzschmied. Bewertet werden Hotel, Rafting, Kletterpark/Bogenschießen, Weinprobe, Minigolf und die Sommerrodelbahn.

Hotel Schwarzschmied
Das Hotel besteht aus einem alten und einem neuen Teil, sowie aus einem Nebenhaus. Wir waren im Nebenhaus untergebracht. Das Zimmer und das Bad waren nicht besonders hell und eher rustikal als modern eingerichtet. Ich war schon in Gästehäusern mit ähnlicher Ausstattung. Wir hatten ein Fenster zum Hof hin, wo es abgesehen von nachts auch mal etwas lauter werden konnte. Da wir aber fantastisches Wetter hatten, wurde dass Zimmer eh nur zum Schlafen genutzt und dazu war es ok und sauber. Auf der Hotelanlage gab es, typisch für nicht-deutsche Hotels, kostenfreies WLAN, welches aber in unserem Zimmer fast nicht empfangbar war. Der innere Essensbereich ist auch wieder zweigeteilt in einen modernen und einen rustikalen, recht beengten Bereich. Wir waren im alten Bereich, aber auch nur, wenn das Wetter zu schlecht war, um draußen zu essen. Der Außenpoolbereich ist attraktiv gestaltet und man findet immer eine freie Liege 🙂 Der Wellnessbereich ist ebenfalls zu empfehlen. Das Hotel ist in Familienbesitz was eine angenehme Atmosphäre generiert. Man kann sich kostenfrei Mountainbikes leihen um die Umgebung zu erkunden. Wichtiger und herausragender Punkt ist hier das Essen. Gebucht hatten wir Halbpension Plus: Frühstücksbuffet, Mittagssnack, Abendmenü. Hier kann man rein gar nichts kritisieren. Beim Frühstück fehlte nichts, es gab tagesweise Abwechslung und man konnte gar nicht alles probieren was es gab. Mittags waren wir selten da, da gab es meist eine Suppe und/oder Reste vom Vortag. Das Abendmenü hatte für mich schon Gourmet-Charakter, allerdings ohne diese Mini-Portionen. Die Getränke gehen extra, sind aber nicht übermäßig teuer. Gezahlt haben wir für eine Woche inklusive aller Getränke, Massage, Trinkgelder und sonstiger Kosten 825€. Uneingeschränkte Empfehlung bei 10/10 Punkten.

Schlauchkanufahrt auf der Etsch
Erste sportliche Betätigung dieses Urlaubs. Bei dem Anbieter kann man alle möglichen Rafting- und Kanutouren (und mehr) auf der Etsch buchen. Telefonische Absprache ist sinnvoll. Wir wollten eigentlich raften, davon wurde uns aber “abgeraten”, weil wir sonst mit einer Kindergruppe mitfahren hätten müssen. Stattdessen buchten wir ein Schlauchkanu. Darin fuhren wir zu zweit die Etsch runter, was echt Spaß gemacht hat. Nach kurzer Einführung saßen wir alleine in unserem Kanu, die beiden Führer saßen jeweils in einem Raftingboot. Anstrengend oder stellenweise gefährlich ist die fahrt für halbwegs sportliche Leute nicht. Die Fahrt kostet mit 40€ pro Person eine ganze Stange Geld, aber günstiger bekommt man das in der Gegend eben einfach nicht. Abzocke ist allerdings die CD am Ende. Die Fahrt wird von einem Fotografen begleitet, der am Ende jeder Tour eine CD mit allen Bildern für 10€ verkauft. Wir haben eine CD zusammen mit einem weiteren Teilnehmer der Tour geteilt, die CD ließ sich ganz einfach brennen. Da mir hier zwei Dinge einfallen, die es für mich noch attraktiver gemacht hätte, schwerere Strecke und günstigerer Preis, komme ich auf 8/10 Punkte. Der Anbieter bietet auch Canyoning Touren an, welche ich gerne gemacht hätte, leider war in der Woche nichts mehr frei.

Hochseilgarten und Bogenschießen
Ich habe hier nicht viele Hochseilgärten zum Vergleich, daher ist die Beurteilung sehr subjektiv. Der Hochseilgarten setzt sich eigentlich zusammen aus einer Anlage worauf der eigentliche Hochseilgarten, ein Bogenschießparcours, sowie ein Barfußpfad ist. Wir wollten leicht anfangen und begannen mit dem Barfußpfad. Entgegen der eigentlichen Erwartung (Laufen auf verschiedenen Untergründen) musste man hier doch teilweise auch schon ordentlich balancieren und schwierigere Übungen absolvieren. Also “musste” nicht, man kann auch um die Hindernisse rum gehen. Allerdings kann man hier schon mal einige “Gemeinheiten” üben, welche später dann im Hochseilgarten kommen, und hier kann man dann nicht mehr außen rum gehen. Stellenweise tut der Pfad auch ganz schön weh, da etliche Stöckchen und spitze Steine auf dem Weg liegen.
Nach dem Barfußpfad wollten wir dann in den Hochseilgarten. Hierfür gab es erstmal eine seeeehr ausführliche Anleitung der Ausrüstung, anschließend wurde man auf einen Mini-Trainingsparcour geschickt. Danach gab es 5 Kurse zur “Auswahl”: weiß, blau, grün, rot, schwarz, jeweils mit steigendem Schwierigkeitsgrad und steigender Höhe. Auf den schwarzen darf man nur hoch, wenn man vorher alle anderen absolviert hat, was die Sache nicht einfacher macht 🙂 Kletterfreaks werden hier wohl durchgehen, wie die Affen durch den Jungel, allen anderen, wird hier einiges abverlangt. Die Höhe war mir immer egal, man ist ja immer doppelt gesichert, allerdings beansprucht der Parcour Griffkraft, Unterarme und Schultern deutlich. Man sollte vielleicht auch nicht die besten Klamotten dazu anziehen. Wenn man alle Kurse durchgehen will, ist man schon einige Stunden beschäftigt.
Anschließend gingen wir auf den Bogenschießkurs. Am Anfang gab es wieder eine (diesmal kürzere) Einweisung und schon ging es los. Zunächst übt man an Zielscheiben, dann durchstreift man ein Stück Wald, wo hin und wieder 3D Ziele aufgestellt sind. Man bekommt Zettel zum Punktezählen, man kann aber auch so oft schießen, wie man will. Man muss allerdings bedenken, dass das Ziehen der Sehne nach 4 Stunden Hochseilgarten sehr anstrengend werden kann. Ansonsten macht der Kurs eine Menge Spaß und man bekommt ein ganz gutes Gefühl für den Bogen.
Alles in allem kann man in diesem Park bleiben, bis er schließt. Es gibt auch eine große Kletterwand. Diese ist allerdings privat und man darf sie nicht nutzen. Die Kosten belaufen sich auf 48€ für alles. Man muss aber unbedingt an ausreichend Getränke denken. Wertsachen können weggeschlossen werden. Parkplätze kostenlos und ausreichend vorhanden. Sanitäre anlagen sauber. Für dieses Event gibt es 10/10 Punkte.

Weinprobe und Labyrinthgarten
Mit dem Fahrrad sind wir in den Nachbarort Tscherms zu einer Weinprobe gefahren. Diese wurde von einem geschätzt 346 Jahre alten Mann geleitet. Außer uns waren noch zwei Paare Anfang 40 dabei. Man sitzt im Garten des Kränzelhofs und bekommt einiges zur Geschichte des Weins erzählt. Angefangen bei 5000 v.Chr. ungefähr in 100 Jahren-Schritten bis heute. Wer sich stark für Geschichte interessiert ist hier echt gut aufgehoben, zumal der Herr ab ca. 1400 ja selbst alles miterlebt hat. Man ist aufgefordert ihn zu unterbrechen und zu fragen, wenn es zu langweilig wird, aber das hat irgendwie niemand gemacht. Ich glaube, die anderen Paare fanden das echt interessant. Ich hätte von einer Weinprobe eher so “Angeberwissen” erwartet, z.B. wie man welchen Geschmack eines Weines rausschmeckt oder so. Aber davon wurde nichts erzählt. Neben den Geschichten bekommt man dann der Reihe nach Weine serviert. Damit kenne ich mich halt überhaupt nicht aus, aber Apfelwein war keiner dabei. Am Anfang bekommt man zwar den Hinweis, dass man bei der Weinprobe eigentlich sehr wenig trinkt und auch ausspucken darf, aber das hat auch keiner gemacht. Zum Wein bekommt man dieses Südtiroler Knäckebrot. Interessant fand ich dann aber schon, als es um den Hof selbst ging, wer den jetzt hat und wie das weiter geht. Es ist auch wirklich angenehm im Sommer einfach mal draußen zu sitzen, den Tieren zuzuschauen (Hühner, Enten, …) und Wein zu trinken.
Im Anschluss kann man dann Wein kaufen und sich im Gartenlabyrinth verlaufen. Das Labyrinth besteht aus Weinreben und ich war echt beeindruckt, wie unfassbar gut die Trauben (weiße und rote) schmeckten.
Ich bin kein Fan von Wein, auch keiner von Weinproben, daher ist es sicherlich nicht leicht, mich auf so einem Gebiet zu überzeugen. Mit 20€ Kosten gebe ich noch 4/10 Punkte für das Preisleistungsverhältnis und den Naturfaktor. Eine Weiterempfehlung gibt es für Geschichtsinteressierte, Weinliebhaber und alle, die drei Stunden unverplant haben.

Minigolf
Auf der Hinfahrt nach Lana haben wir hier beim Minigolf angehalten. Es gibt zwei 18-Loch Kurse, wir haben die größeren Bahnen gespielt. Die Anlage ist sehr schön angelegt und die Bahnen sind in gutem Zustand. Es gibt sowohl Standardbahnen als auch etwas ausgefallenere Bahnen. Es war nicht voll, so dass man gut durchspielen konnte. Die Kosten betragen 5€ Euro pro Person. Wir waren leider an einem sehr windigen Tag dort, sodass wir teilweise auf ein paar windstille Minuten warten mussten, weil uns sonst der Ball weggerollt ist.
Für diese leicht überdurchschnittliche Minigolfanlage gebe ich 7/10 Punkte.

Meran
Einen Nachmittag waren wir in Meran. Ich bin mit dem Fahrrad hingefahren. Das dauert von Lana aus keine halbe Stunde, ist gut ausgeschildert und die Fahrradwege sind gut ausgebaut. Meran ist eine echte Touristenstadt. Hier gibt es eine Therme (nicht besucht) und sehr viele “Feinkostläden” in denen man Südtiroler Spezialitäten kaufen kann. Das fasst den Kurzbesuch in Meran eigentlich auch ganz gut zusammen. Sehr touristisch, aber um Mitbringsel zu shoppen gerade richtig. Keine Bewertung, aber eine klare Empfehlung für einen Trip nach Meran.

Sommerrodelbahn
Eine recht moderne Sommerrodelbahn. Zehn Fahrten kosten hier 39€. Eine Fahrt dauert geschätzt eine Minute. Die Wagen sind fest verankert, sodass bremsen nur dann erforderlich wird, wenn jemand vor einem ist. Zu Beginn mussten wir etwa 10 Minuten anstehen, weil Andrang herrschte. Nach einem Regenschauer wollte dann aber keiner mehr fahren und wir konnten durchlaufen. Ich ziehe hier jeweils einen Punkt für Kosten und Fahrtlänge ab und komme auf 8/10 Punkte.

Zusammengefasst war der Urlaub ein voller Erfolg. Super Hotel und spannende Aktivitäten. Ich persönlich kann nicht ausschließen, dort noch einmal hinzufahren, es steht ja noch die Canyoning-Tour aus.

[Kurztrip] Berlin

Vor vier Jahren waren wir in Berlin. Das ist schon zu lange her um alles en detail zu rezensieren, daher hier nur ein kurzer Abriss über Meininger Hotel, Madame Tussauds, The Story of Berlin, DDR Museum.

Meininger Berlin Mitte
Eigentlich hatten wir 2 Betten im 8 Bett-Zimmer gebucht, aber weil ich krank geworden bin, haben wir auf ein Doppelzimmer umgebucht, was auch problemlos möglich war. Das Hotel hat eher Jugendherbergsstandard, dieser wird aber sehr gut erfüllt. Die Lage ist für Stadttouren optimal, denn man ist in 10 Minuten auf dem Kudamm. Frühstücksbuffet kostete damals 5€ pro Person extra. Wenn man keine anderen Pläne hat, sollte man das aber machen, denn das ist wirklich gut.
Alles in allem gebe ich 6/10 Punkte, weil das Doppelzimmer preislich doch schon an ein Hotel ran kam, aber keine Hotelstandards erfüllte. Die Mehrbettzimmer kann ich nicht bewerten.

Madame Tussauds
Klassisches Wachsfigurenkabinett. Wir standen draußen im Schnee an, das hätte man anders lösen müssen. Es war auch nicht gerade billig. Die Figuren sind dann allerdings doch beeindruckend. Wer noch nie bei Madame Tussauds war, sollte sich das auf jeden Fall mal anschauen. Alle anderen können hier noch ihre Speicherkarte vollknipsen. Ich bin kein Museumstyp, daher kann ich hier nicht mehr als 6/10 Punkte geben.

The Story of Berlin
Eine Führung durch einen Berliner Bunker inkl. Museumsbesuch. Ich war vorher noch nie in einem Bunker, daher fand ich die Führung hier echt interessant und beeindruckend. Das Museum hätte ich mir allerdings echt schenken können. Die überwiegende Anzahl an Ausstellungsstücken bestand aus vollgeschriebenen Acrylglasscheiben, welche man sich durchlesen sollte. Eine große Rolle nahm natürlich die Zeit vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg ein, aber auch hier wurden die Ausstellungsstücke nicht interessant präsentiert. Ich bewerte hier die Bunkerführung mit 8/10 Punkten getrennt vom Museum mit 1/10 Punkten, damit es nicht unfair ist.

DDR Museum
Dieses Museum fand ich allerdings echt witzig. Als “Kind der 90er” habe ich nicht wirklich aktiv was von der DDR mitbekommen, da ist dieses Museum echt einen Besuch wert. Hier kann man sich originale Werbung anhören, Kleidung anschauen und in einem Trabbi sitzen. Fast schon skuril, weil es hier ja doch um recht nahe Vergangenheit geht. Auch für Museumsmuffel spreche ich hier mit 8/10 Punkten eine klare Empfehlung aus.

Insgesamt ist Berlin wirklich eine Reise (und auch ein Wochenende) wert. Ich dachte vorher eigentlich, ich mag keine Großstädte, aber Berlin hat mich definitiv vom Gegenteil überzeugt. Positiv in Erinnerung geblieben ist mir noch das KaDeWe und die Hackeschen Höfe. Was mich weniger interessiert hat, war so eine Kirchruine.

[Kurztrip] München

Dieser Trip ist schon länger her, daher die Rezension recht detaillos. Bewertet werden das Best Western Hotel Erding, das Leonardo Hotel & Residenz München, die Bavaria Filmstudios, die Therme Erding und die Erdinger Privatbrauerei.

Leonardo Hotel & Residenz München
Schöne, nicht top-moderne Zimmer. Sehr freundliche Rezeption. Gutes Frühstücksbuffet. Astreine Lage, nur wenige Gehminuten von einer U-Bahnstation entfernt. Es gibt auch einen Penny in der Nähe, wenn man z.B. Getränke für Städtetouren kaufen will. In der Stadt war man in 10-15 Minuten. Parkplätze gegen Aufpreis, oder kostenlos in mehr oder weniger näherer Umgebung. Ob es (kostenfreies) WLAN gab, weiß ich nicht mehr. Wellness- und Fitnessangebote kann ich nicht bewerten, weil nicht genutzt. Zwei Nächte für zwei Personen im Doppelzimmer haben uns über Animod 99€ gekostet. Mit diesen Gutscheinen kann man an Messen und z.B. am Oktoberfest nicht buchen, wir haben aber sehr kurzfristig (7 Tage vorher) noch buchen können. Aufgrund des fast unschlagbaren Preises und der top Lage komme ich nach kleineren Abzügen für Frühstück und Zimmer auf 8/10 Punkte, klare Empfehlung.

Biergarten im Englischen Garten
Wir hatten sehr gutes Wetter, als wir im Englischen Garten waren. Hier könnte man auch sehr gut einfach nur auf der Wiese liegen und relaxen, wenn man das denn bei einem Wochenendtrip machen will. Durch den Park fließt auch ein Fluss, auf dem gesurft wird, das kann man sich auch mal anschauen. Und es gibt eben auch einen Biergarten. Bei gutem Wetter wohl immer prall gefüllt, bekommt man hier eben alles, was es in einem Biergarten gibt. Das Bier, wie gewohnt, sehr süffig, das Essen hier allerdings nicht überzeugend. Ähnlich wie im Hofbräuhaus mischen sich auch hier “Einheimische” unter die vielen Touristen.
Bei gutem Wetter eine echte Empfehlung, 7/10 Punkte für den absoluten Bayern-Faktor.

Hofbräuhaus München
Eigentlich fast schon anmaßend, hier bewerten zu wollen, ich mache es trotzdem. Obwohl, oder gerade weil, das Hofbräuhaus stark touristisch überlaufen ist, findet man hier doch auch etliche Bayern (ob Münchner, weiß ich nicht). Wir waren an einem verregneten Sommerabend dort und haben im Innenhof einen halbtrockenen Platz an einem Vierertisch zusammen mit einem jungen Pärchen bekommen (schätzungsweise Münchner, zumindest hatten sie einige “Ausgehtipps”). Die Preise sind jetzt nicht übermäßig teuer, dass Bier dafür super süffig. Es gibt eine große Auswahl an “typisch bayrischem”, deftigem Essen. Leider weiß ich nicht mehr, was ich bestellt hatte, es war aber sehr gut 🙂
Drinnen spielt meist irgendeine Kapelle. Da ich da nicht so drauf steh, fand ich es ganz angenehm draußen zu sitzen.
Ganz gleich, wie ich das persönlich einschätze, das Hofbräuhaus ist natürlich ein absolutes Muss in München, 10/10 Punkte, wenn Wetter und Laune stimmen. Mein Tipp: Gute Cocktails gibts direkt gegenüber im Hardrock Cafe. Hier “darf” man aber nur am Tisch sitzen, wenn man auch was isst. Wir saßen am Tresen.

Bavaria Filmstudios
Hier war ich vor knapp 20 Jahren als Kind wohl schon einmal, erinnern konnte ich mich aber nur an Fuchur vor der grünen Wand. Hier darf man keinen Freizeitpark erwarten, sondern eher eine “Museumsführung” durch ein spannendes Museum. Die “Wilde Kaiser Fahrt”, ein 3D-Simulator, macht aber richtig Spaß. Ansonsten wird man durch Sets und Schauplätze von diversen Filmen und Serien geführt, das fand ich ganz interessant. Den Trailer für den neuen Wickie-Film fand ich nicht so den Bringer, das kann aber auch dran liegen, dass ich Wickie nicht mag 🙂
Anschließend waren wir noch im Bullyversum, ein “interaktives Museum” rund um Bully und seine Filme. Hier gibt es auch allerlei zum Mitmachen: Synchronkabine, Vasenschießen, Draisinenrennen, Dancecompetition, …
Das ganze ist sicher spannender für richtige Bully-Fans oder kleinere Kinder, daher gebe ich dem Gesamtpaket 6/10 Punkten. Diese sind aber z.B. nicht mit den Punkten für den Holidaypark vergleichbar, da es sich nicht um einen Freizeitpark handelt.

Best Western Hotel Erding
Nach München sind wir weiter nach Erding gefahren. Das Zimmer war kleiner, aber moderner als im Leonardo. Leider war es Hochsommer und das Zimmer recht stickig. Die freundliche Rezeption half aber mit kostenfreien Ventilatoren aus. Zur Lage: Es muss klar sein, dass man hier weit ab von München ist. Ich würde sagen, wer München besuchen will, sollte hier nicht buchen. Das Hotel ist fußläufig etwa 10 Minuten vom Bahnhof entfernt. Kostenpflichtige Parkplätze gibt es auf dem Hotelgelände, kostenfreie aber direkt davor. Nach München braucht man mit dem Auto sicher 30-40 Minuten. Zu WLAN, Wellness und Fitness kann ich wieder nichts sagen. Wir haben einen Abend à la carte gegessen, dass war zwar gut, aber recht teuer und sehr wenig. So wenig, dass wir abends noch eine Pizza aufs Zimmer kommen ließen, die war auch gut und teuer, aber hat dann wenigstens satt gemacht. Am Nachbartisch saß ein Pärchen, das Halbpension hatte und mit dem Hauptgericht aus dem Abendmenü auch eher unzufrieden war. Das Frühstücksbuffet ist allerdings nahe an Perfektion. Neben allen üblichen Dingen gibt es hier Live-Cooking für Eier und Omeletts, die Qualität der angebotenen Sachen war sehr gut. Zwei Nächte für zwei Personen im Doppelzimmer gab es auch hier über Animod für 88€. Ich ziehe hier einen Punkt für die fehlende Klimaanlage ab (auch wenn das in Deutschland alles andere als Standard ist) und komme bei ÜF auf astreine 9/10 Punkte.

Therme Erding
Der wahrscheinlich eigentliche Grund, wieso man Erding kommt: die Therme. Ich bewerte hier nur die Therme mit Außenanlage und Rutschenparadies, ohne Sauna- oder Vitalbereich. Die Tageskarte ist mit 32€ pro Person so teuer wie ein guter Freizeitpark, das Geld lohnt sich aber. Das Rutschenparadies ist der absolute Wahnsinn. Eine Vielzahl an Rutschen darunter: Sprungschanze, Trichterrutsche, Speedrutsche, etc. Es gibt auch 2 Rutschen, auf denen die Zeit genommen wird. Alle 1-2 Stunden findet “Bespaßung” durch die Bademeister in Form von Spielen statt. Hierbei hatte ich echt auf das Wettrutschen gesetzt, welches dann aber leider nicht statt fand, weil Schulferien waren. In der Therme selbst gibt es viele verschiedene Becken und Zonen, daher erwähne ich nun nur Herausragendes. Man konnte sich jede Stunde eine kostenlose “Anwendung” abholen (Maske, Salzpeeling, …). Es gab ein (ziemlich übel riechendes) Schwefelbecken. Eine Ruhezone mit Riechkasten. Eine Cocktailbar im Wasser. Kostenlose X-Boxen. Im Außenbereich gab es nochmal 2 gute Rutschen. Außerdem liefen hier Angestellte rum, die den Besuchern kostenlos gefrorene Fruchtsäfte angeboten haben. Das Essen in der Therme war gewohnt deftig, aber gut. Man muss ein bisschen aufpassen, was man ausgibt, da man in der Therme ausschließlich mit der Karte, die man am Anfang bekommt, bezahlt. Sauberkeit und Hygiene sind sehr gut.
Auch wenn ich hier minimale Kritikpunkte habe, wie z.B. das Ausfallen des Wettrutschens, die Sperrung einer Rutsche und die Beschränkung von zwei Rutschen auf 100kg Körpergewicht, gebe ich hier trotzdem 10/10 Punkten, weil hier alles getan wird, dass der Besucher sich wohl fühlt.

Brauerei Erding
Die Führung in der Brauerei ist echt zu empfehlen. Wir haben damals 10€ pro Person gezahlt. Wer noch nie in einer Brauerei war (wie ich) lernt hier echt einiges über das Bierbrauen, aber auch über die Tradition der Erdinger Brauerei, die noch immer in Privatbesitz ist. Uneingeschränktes Highlight ist aber die Bierverkostung am Ende der Führung. Im Idealfall achtet man darauf, dass man die letzte Führung am Tag bekommt, mit einigen coolen Leuten in der Führung ist (das kann man vorher nur dann beeinflussen, wenn man sich als größere Gruppe schon anmeldet) und nicht mehr fahren muss. Bei der Verkostung bekommt man nämlich von jedem Bier, das dort gebraut wird, so viel man will. Und nicht nur das. Dazu gibt es Weißwürstl und Brez’n. Beendet wird das ganze entweder durch die nächste Führung, schlechtes Benehmen, oder wenn die Abends dann zu machen wollen. Ich war leider Fahrer und bin hauptsächlich in den Genuss des Erdinger Alkoholfrei gekommen, was aber auch sehr gut schmeckt. Für Bierliebhaber gibt es hier auch 10/10 Punkte, da ich keinen Grund erkennen kann, der gegen eine Führung spricht.

 

Die einzelnen Aktivitäten in München waren echt gut ausgesucht und haben alle Spaß gemacht. Trotzdem hat mich München ansich nicht so überzeugt wie Berlin. Es wirkt doch alles etwas “gekünstelt”. Enttäuscht war ich diesmal vom Deutschen Museum. Hier war ich schon mal als Schüler mit meinem LK und war echt begeistert. Beim zweiten Mal jetzt war allerdings vorneweg schon 1/3 aller Bereiche wegen Umbau/Sanierung geschlossen. Von den restlichen 2/3 waren etwa 3/4 der Experimente außer Betrieb und genau diese machen ja das Deutsche Museum ein Stück weit aus.

[Kurztrip] Kempten

Mein letztes Auswärtsspiel in Kempten haben wir dazu genutzt um eine Nacht in dort zu bleiben und am nächsten Tag in die Therme zu gehen. Ich bewerte nun das Hotel, das Restaurant, in dem wir Abends essen ware, sowie die Therme

JUFA Kempten
Ein recht günstiges Hotel im Jugendherbergsstil. Das Zimmer war nicht allzu groß, bot aber alles, was man für einen Kurztrip braucht. Schrank, Regal, 2 Betten, Tisch, 2 Stühle, Flatscreen TV, Duschbad, separates WC, französischer Balkon. Die Betten sind am Kopf an einer Schiene geführt, sodass man sie entweder separat oder als Doppelbett schieben kann. Als besonderes Plus empfand ich das separate WC, sowie die große, ebenerdige Dusche. Die Luft im Zimmer war recht stickig, daher hatten wir die Balkontür zum Hotelhof nachts offen. Hierbei merkte man die Herbergseinflüsse deutlich, da es bis spät in die Nacht noch recht laut im Hof war. Die Betten waren nicht unbequem, alle gängigen Programme (inkl. ORF1 und ORF2) waren verfügbar, und mehr haben wir in dem Zimmer auch nicht gemacht.

Im Frühstücksraum herrscht dann wieder Herbergsatmosphäre, da man sich zunächst seinen Tisch selbst sauber machen und eindecken muss. Die Auswahl am Buffet hat aber Hotelstandard und reicht von Brötchen und Brot mit Wurst, Käse und Marmelade, über Müsli, Obst und Quark bis hin zu Rühr- und gekochten Eiern. Der Brühkaffee ist in Ordnung, alternativ gibt es auch Fruchtsäfte, Milch, Kakao oder Tee.

Den Rest des Hotels haben wir nicht genutzt, aber hier hat JUFA wohl noch einiges zu bieten. Es gibt kostenlos im Hotel: Kicker, Billard, Wii, Tischtennis, einen “Sportraum”, einen Raum mit Beamer und einen Raum mit 3 Netbooks. Vielleicht gibt es noch mehr, das ist nur das, was ich selbst gesehen habe. Der Internetzugang ist kostenlos, was ein riesengroßes Plus in deutschen Hotels ist, die noch immer die Kunden mit überzogenen WLAN Preisen abzocken. Zur Anmeldung im WLAN muss man zunächst eine kostenlose SMS an eine Servicenummer schicken und erhält dann einen Zugangscode. Ich habe mich kurz darüber geärgert, weil ich dachte, die fest installierten Netbooks kommen direkt ins Internet, und so hatte ich kein Handy griffbereit.

Die Rezeption ist nett, wenn auch nicht die aller schnellste. Eine etwas altertümliche Regelung sprang mir dann doch ins Auge: Wer Getränke oder Essen von außerhalb mit ins Hotel nimmt, muss 50€ “Korkengeld” bezahlen.

Der Preis wird auf der Homepage mit “ab 27€” beworben, wir haben 34,50€ pro Person gezahlt, was mehr als fair für dieses Hotel ist. Darüber hinaus darf man jeden Tag, den man im JUFA ist, 3 Stunden in die direkt angrenzende Therme, was wir auch nutzten.

Für Kurztrips würde mir kaum etwas einfallen, was man im JUFA besser machen könnte, daher gibt es hier 9/10 Punkte.

Olympia
Nach einem Spiel hat man Hunger. Wir haben im JUFA nach einer Empfehlung für einen Griechen, Kroaten, oder ähnliches gesucht, weil es hier meisten viel gutes Fleisch gibt. Die Rezeptionistin konnte uns da leider nicht weiter helfen, gab uns aber ein Prospekt, in dem wir letztendlich den Griechen Olympia fanden.

Erstes Indiz für ein gutes Restaurant: Der Laden war fast komplett voll. Also rein und bestellt. Die Kellner waren alle sehr wortkarg, gelangweilt und unmotiviert, bringen aber schon vor dem Essen einen Ouzo aufs Haus. Als Vorspeise hatte ich gegrillte Peperoni mit Öl und (sehr viel) Knoblauch, meine Freundin Schafskäse in Blätterteig. Damit waren wir beide sehr zufrieden, lange warten mussten wir auch nicht. Als Hauptgericht haben wir eine Platte mit allem möglichen bestellt. Wir hatten zwei von der Karte abweichende Sonderwünsche, welche auch aufgenommen wurden. Nach einer weiteren recht kurzen Wartezeit kam das Essen, nur leider falsch. Die Bestellung wurde kontrolliert und das Essen zurückgenommen. Das richtige Essen kam dann auch bald. Geschmacklich absoluter Grillplattenstandard. Hacksteak, Schweinesteak, Fleischspieß, Gyros und (eine sehr winzige Portion) Tzaziki mit Pommes und Salat. Davon werden 2 Personen mehr als satt. Gezahlt haben wir insgesamt weniger als 50€, was angemessen war. Das Restaurant selbst ist vergleichsweise warm und stickig, aber sauber.

Insgesamt gab es ein solides Essen zu akzeptablen Preisen von gelangweilten Kellnern in nicht störender Atmosphäre. Verbesserungsbedarf sehe ich hier bei den Kellnern, dem Klima und dem Ambiente im Restaurant und komme auf 7/10 Punkte, aufgrund des sehr guten Preis-Leistungs/Qualitäts-Verhältnisses.

Cambomare
Eine Therme, die direkt hinter dem JUFA liegt. Drei Stunden Aufenthalt pro Tag sind für JUFA Gäste kostenlos. Jede weitere halbe Stunde kostet 0,25€. Der Aufpreis für das Saunaparadies (nicht genutzt) beträgt 7€.

Die Therme bietet zwei Innen- und ein Außenbecken. Innen gibt es ein Schwimmbecken mit Startblöcken, 1m und 3m Brett (alles gesperrt), sowie ein Spaßbecken mit Strömungskanal und Höhle. Außerdem gibt es 2 Rutschen, eine Blackhole und eine Reifenrutsche. Beide Rutschen machen Spaß, sind aber nichts Besonderes. Draußen gibt es Massagedüsen in allen möglichen Variationen, die abwechselnd immer an sind. Nach einem Spiel ist das genau das richtige.

Das Bad war sehr leer, was wohl auch daran lag, dass wir Montag Vormittag da waren. Das Klientel zu dieser Zeit waren fast ausschließlich Rentner oder Mütter mit Babies. Kabinen und Spinde sind ausreichend vorhanden. Die Sauberkeit von Kabinen, Sanitäranlagen, Duschen und Bad schätze ich sehr gut ein. Anstehen mussten wir bei den Rutschen nicht. Es gibt noch einen Freibadbereich, den wir allerdings nicht genutzt haben.

Auch bei längeren Aufenthalten lohnt es sich wohl nicht, öfter als einmal in die Therme zu gehen und dann auch nicht länger als drei Stunden. Als einmaligen, quasi kostenlosen Besuch nach einem anstrengenden Spiel gebe ich aufgrund des Entspannungsfaktors 7/10 Punkte.