[Freizeitpark] Movie Park

Leider ist es zum heutigen Zeitpunkt bereits wieder über ein Jahr her, dass ich das letzte mal in einem Freizeitpark war. Daher diese Rezension wieder nur skizzenhaft. Es geht um den Movie Park, den ich eigentlich noch unter dem Warner Bros. Logo kenne. Gezahlt haben wir, meine ich 25€ p.P. durch Tickets via Snipz, haben uns dann aber doch noch das VIP Upgrade für nochmal 25€ gegönnt. Hierzu sei gesagt: Es lohnt sich in jedem Fall! Man zahl zwar das Doppelte, kann aber weitaus mehr als doppelt soviel fahren, da alle Anstehzeiten entfallen. Man muss nur mit den verachtenden Blicken der “Normalwartenden” klar kommen, wenn man den VIP Eingang nutzt 🙂
Die Attraktionen:

Avatar Air Glider:
War für mich zumindest komplett neu und hat wirklich Spaß gemacht. Im Prinzip ist es ein Kettenkarusell, welches man im liegen fährt. Wenn man sich richtig platziert hat, ist die Fahrt auch nicht unangenehm.

Backyardigans Mission to Mars:
Klassische Kinderachterbahn. Zwei Erwachsene finden hier drin zwar Platz, dann aber keinen Spaß mehr. Es war schon sehr schmerzhaft. Bei einer zweiten Fahrt, die wir nicht gemacht haben, wären wir sicherlich einzeln gefahren.

Bermuda Triangle – Alien Encounter:
Überdurchschnittlich gute Wildwasserfahrt. Mit knarzenden Plastikpüppchen wird hier eine Geschichte erzählt. Zwischendurch geht es rasant in die Tiefe. Entgegen den Wasserbahnen im Phantasialand und im Holidaypark wurde ich hier auch nur mäßig nass. Keine Probleme mit Sitzenge oder sonstigem. Ein Hinweis noch: Wir sind diese Bahn gleich als erstes und noch ohne VIP Ticket gefahren – schlechte Idee. Die Bahn ist direkt am Eingang und gerade am Anfang eines Tages brechend voll.

Crazy Surfer:
Eine weitere, sehr positive Überraschung. Von außen erinnert es eher an ein Jahrmarktfahrgschäft, es macht aber dennoch richtig Spaß. Man sitzt wie auf einem Motorrad, Blick nach außen. Die Fahrt ist echt bequem und hat es in sich. Klare Empfehlung! Durch das Gurtsystem, welches von hinten auf den unteren Rücken drückt, haben hier auch Menschen mit größeren Dimensionen keine Probleme.

Dora’s Big River Adventure:
Klassische Baumstammfahrt, die aber weniger harmlos ist, als es das Thema der Bahn vermuten lässt. Freie Platzwahl, dadurch keine Platzprobleme. Hier wird man deutlich nasser als beim Alien Encounter!

Ghost Chasers:
Erinnerung an mich selbst: KEINE Wilde Maus mehr! Es ist einfach nie was neues dabei. Die zackigen Richtungswechsel zusammen mit den engen Wagen machen alles nicht besser. Für Kinder sicher empfehlenswert, für (große) Erwachsene nur, um den Park zu komplettieren. Kritisch beim Platz hier: Beinlänge!

Ice Age – Das 4-D Abenteuer:
Klassisch mit Ruckelsitzen und Wasserspritzern. Macht Spaß.

Ice Age Adventure:
Endlich mal eine “neue” Plastikpuppenbahn. Da habe ich mich dann doch aber gefragt: Will man dieses alte, verstaubte Image dieser Bahnen wahren, oder kann man es einfach immer noch nicht besser? Mir persönlich hats gefallen, ich weiß allerdings nicht, ob man die Smartphone- und Tabletgeneration der Kinder damit noch in den Bann ziehen kann. Keine Platzprobleme, wie immer, bei solchen Bahnen.

Jimmy Neutron’s Atomic Flyer:
Einsteigen – Spaß haben – sitzen bleiben. Leider geht das letzte so nicht, aber diese Bahn ist wirklich ein Genuss. Top Achterbahn, trotzdem sie offensichtlich für Kinder konzipiert ist, super bequem.

MP Express:
Die Erwachsenenversion des Atomic Flyers. Macht noch mehr Spaß, auch wenn der Kopf ganz schön durchgerüttelt wird. Generell mag ich hängende Achterbahnen sehr. Hier wurde es durch Bauch und Brust zwar eng, bei geschlossenem Gurt aber auszuhalten. Hier kommt es auf den Platzanweiser und seine Laune an, wie fest zugedrückt wird 🙂

Mystery River:
Entweder hab ich eine Erinnerungslücke, oder wir sind das Ding nicht gefahren, oder das gab es einfach noch nicht.

NYC Transformer:
Klassischer Jahrmarkts-Topspin. Problem hierbei: Es macht WAHNSINNIG Spaß, ist aber in genau dem gleichen Maße unbequem. Hierbei haben vor allem große Menschen Probleme, unabhängig von der Körperfülle. Jeder über 1,90 braucht sehr schmerzresistente Schulterköpfe und auch die Arme sollten mal so 1-2 Minuten ohne Blut zurecht kommen. Davon abgesehen lohnt es sich aber, das ganze mindestens einmal durchzustehen.

Side Kick:
Jahrmarktmodell mit ein klein bisschen extra Power, so fühlt es sich an. Hier wohl durch Kombination von Größe, Brust und Bauch am kritischsten: Der Platzanweiser muss mehrfach nachdrücken. Dadurch, dass man im Kreis sitzt, muss man hier also zu 100% damit zurecht kommen, dass das “Debakel” jeder mitbekommt. Sitzt man dann drin, ist es ein riesen Spaß. Meine Freundin hat das Ding erstmal ausgeknockt – kreislauftechnisch, also braucht man schon starke Nerven.

Splat-O-Sphere:
Merkwürdiges Ding. Wir sind dreimal losgefahren, dann wurde wieder angehalten. Leute ohne unerschütterliches Vertrauen in technisches Gerät wären da sicher unruhig geworden. Ansonsten ist es ein Kettenkarussel in großer Höhe. Man kann mit einem Hebel die Wirkung der Zentripetalkraft steuern, zumindest wird es einem suggeriert. Macht aber Spaß und ist bequem. Ich würde es als Pausenfüller empfehlen.

The Bandit:
Ich sag es an dieser Stelle wohl tatsächlich zum ersten mal: Leute mit langen Beinen, die nicht zwingend jede Achterbahn fahren müssen, raus da! Das Ding tut weh, aber richtig. Ich konnte die Fahrt zu 0% genießen und kann sie daher nicht empfehlen. Klar, Holzachterbahn, Nostalgie, blablabla, aber nicht für den Preis.

The High Fall:
Zweite Premiere: Keine Bewertung möglich, weil der Gurt nicht zu ging. Damit ist dieser Freefalltower enger als in Holidaypark und Phantasialand.

Time Riders:
Simulator mit seeehr viel Klimbim. Ich mochte die Attraktion mehr, als es noch das Batman Haus war. Simulatoren sind heutzutage doch irgendwie eher lahm.

Van Helsing’s Factory:
Achterbahn im Dunklen. Keine Platz- oder Komfortprobleme. Man hat diesen Effekt, dass man sich dauernd versucht wegzuducken, weil man Angst hat, sonst gegen irgendwelche Stahlstreben zu stoßen. Diese Achterbahn bin ich gegen Tagende mehrfach hintereinander gefahren. Es macht also richtig Spaß!

Stuntshow:
Klassiker, dennoch must-see! Die Show geht recht lange, lohnt sich aber. Adrenalinjunkies fahren in der Zeit aber sicher noch ein paar mal mehr Achterbahn.

Toiletten:
Manchmal schwer zu finden, aber dann sehr sauber.

Gastronomie:
Wir haben in so einem Burgerladen gegessen, Fehler. Vergleichsweise teuer, alles andere als Fastfood und geschmeckt hat es auch unterdurchschnittlich. Da haben wir halt daneben gegriffen. Ansonsten gibt es hier alles, was es in anderen Parks auch gibt: viel ungesundes 🙂 Bonuspunkt: Es gibt ein Subwas. Ist zwar sehr voll und wahrscheinlich auch teurer als die Subways sonst, aber da weiß man, was man kriegt.

Konzept & Atmosphäre:
Ja, ich wünsche mir die WB Lizenz zurück! Ich kann mit Dora und Jimmy Neutron eben einfach nicht viel anfangen. Für Kinder, denke ich, ist das Konzept aber großartig: Es gibt eine eigene Kinderwelt, wie mittlerweile in fast allen Parks. Der Rest ist aber eher zusammengewürfelt. Komischerweise hat mich das aber deutlich weniger gestört als beim verlorengegangenen Konzept des Holidayparks. Wenn man sich nicht zu sehr darauf konzentriert und jede Attraktion für sich betrachtet, hat man sehr viel Spaß im Movie Park. Es fehlt im Park aber definitiv der “Wow”-Effekt. Keine richtig brutale Achterbahn, Wasserbahn, Figurenbahn, Show oder sonstiges. Früher wurde das wett gemacht, wenn man auf dem Pissoir auf einmal neben Batman stand, den sucht man heutzutage vergebens.

Da mich nichts wirklich gestört hat, es ein wunderbarer Tag war, und wir viel Spaß hatten, gebe ich 7/10 Punkten. Damit schiebt sich der Movie Park direkt zwischen Holidaypark und Phantasialand. Leider kann die Bewertung des Europaparks noch nicht erfolgen, da wir einfach noch nicht da waren.

 

[Freizeitpark] Holiday Park

Am Freitag, den 8. Juni, war es wieder soweit: Der nächste Freizeitpark wurde auf “Übergewichttauglichkeit” getestet. Als “Big Boy” ging es dieses mal in den Holiday Park. Wie in der Rezension des Phantasialandes beschrieben, ist der Holiday Park von mir aus in 40 Minuten zu erreichen, kostet mit Parkmarke pro Person 24€ (Preis setzt sich zusammen aus 22€/P für das Onlineticket und 4€/Auto für die Parkmarke) und ist klein genug um ihn in einem Tag zu schaffen.

Zum Zeitpunkt des Parkbesuchs wog ich 125kg bei 191cm Größe. Im folgenden ein paar sehr detaillierte Körpermaße:

Größe: 191cm
Schulterhöhe: 165cm
Schulterbreite gemessen von Schulterkopf zu Schulterkopf: 50cm
Hüfthöhe gemessen von Boden bis Hüftknochen: 103cm
Hüftumfang gemessen an der dicksten Stelle: 118cm
Bauchumfang: 113cm
Brustumfang: 120cm
Oberschenkelumfang: 70cm
Sitztiefe, gemessen im Sitzen von Rückenlehne bis Knie: 61cm
Attraktionen:
Anubis Free Fall Tower:
Ein Free Fall Tower im Freien, der einmal hoch und dann auch wieder runter fährt. Wann ausgeklinkt wird, weiß man vorher nicht. Gesichert wird hier über einen Schulterbügel mit Sicherheitsgurt. Ich habe reingepasst, kritische Stelle war hier die Schulterhöhe und der Brustumfang, bequem war es nicht. Ich denke, was das Reinpassen angeht, geben sich dieser Free Fall Tower und der im Phantasialand nichts. Wer in den einen rein passt, passt in den anderen auch.
Ich kannte den Tower noch aus Zeiten, wo Andreas Türk auf den Monitoren in den Wartebereichen geredet hat. Diese Zeiten sind wohl schon lange vorbei. Man läuft durch die einzelnen Wartebereiche und steht direkt vor dem Tower an. Was das ganze mit Anubis zu tun haben soll, wurde mir nicht klar. Wartezeit ca. 15 Minuten.

Expedition GeForce:
Fast wäre ich in diese Attraktion gar nicht eingestiegen. Am Anfang der Schlange steht ein Testsitz. Dieser ist aber glaube ich nicht so akurat, wie der bei der Black Mamba im Phantasialand. Gesichert wird hier über einen Beckengurt, sowie ein Beinbügel, der automatisch schließt. Problem beim Testsitz, aber auch bei der Bahn ansich ist, dass man nur sehr begrenzt Platz für seine Füße hat. Das hat zur Folge, dass Menschen mit dicken, langen Beinen, diese nicht ausstrecken können. Damit geht der Beinbügel nicht bis zum Bauch, sondern liegt auf den Oberschenkeln auf. Meine bessere Hälfte hat mich dann aber glücklicherweise doch noch überredet mich anzustellen und es hat sich gelohnt. Der Beckengurt ist ähnlich wie beim Flugzeug, da hatte ich auch noch Platz zum fest zurren. Ich habe dann den Anweiser gefragt, ob es OK sei, wenn der Bügel auf den Oberschenkeln aufliegt und er meinte, dass es so ginge.
Die Fahrt war der Hammer. Zwar weder Looping noch Schraube, dafür aber ein gelungener First Drop und viele Zero bzw Negative G Phasen.
Wir sind direkt nach Parköffnung zur GeForce, sind 2 mal gefahren und standen jeweils etwa 10 Minuten an.

Bounty Tower:
Ein klassisches Karussel, welches nach oben fährt. Es gibt keine Sicherung, hier sollte auch jeder reinpassen. Obwohl wir auch erwachsene Pärchen gesehen haben, die das Ding zu zweit gefahren sind, haben wir uns für die entspanntere Variante entschieden und sind jeder in eine eigene Gondel eingestiegen.
Die Attraktion ansich ist ok, man hat einen schönen Überblick über den Park. Anstehzeit auch etwa 10 Minuten.

Burg Falkenstein:
Endlosbahn im Mittelalterstil. Keine Platzeinschränkung, keine Überraschung, keine Anstehzeit. Der Anstehbereich ist sehr lang und schön gestaltet. Ehrlich gesagt fahre ich solche Plastikpuppenbahnen nur, damit ich “alles” im Park gefahren bin 😉

Donnerfluss:
Wildwasserabfahrt im Runden 6 Personen-Schlauchboot. Keine Platzprobleme weil keine Sicherung. Anstehzeit etwa 20 Minuten gegen Ende der Öffnungszeiten. Die Fahrt ist alles in allem nicht so spektakulär wie die im Phantasialand, dafür wird man aber auch nur einen Bruchteil so nass 🙂

Hollys Wilde Autofahrt:
Achterbahn im Wilde Maus Stil. Die Wägen sind mit Beinbügel gesichert und bieten nur ein Minimum an Beinfreiheit. Diese Achterbahn ist wirklich in erster Linie für Kinder gedacht und auch wenn es bei zwei “normal” großen Erwachsenen wohl geht, meine Freundin und ich haben da kaum nebeneinander reingepasst. Durch die dann auftretenden Fliehkräfte nach außen wohl die unbequemste Achterbahn, die ich je gefahren bin. Problemzonen hier sind: Beinlänge, Beinumfang, Sitztiefe, Bauchumfang, Schulterbreite. Die Qualität der Fahrt wird wohl erheblich besser, wenn man alleine fährt.
Anstehzeit etwa 15 Minuten. Der Anstehbereich ist nicht so doll gestaltet. Ich vermute auch, dass es sich bei der Bahn tatsächlich um ein Jahrmarktsfahrgeschäft handelt, dass man jederzeit wieder abbauen könnte.

Lighthouse Tower:
Ein recht hohes Kettenkarussel. Sicherung über Beckengurt und Stahlbügel. Der Beckengurt ist auch nicht enger als der der GeForce. Bei dem Stahlbügel bekommt man wohl nur Probleme, wenn man einen sehr großen Beinumfang hat. Ich hatte noch viel Luft.
Die Fahrt ist lohnenswert, ich mag Kettenkarussels. Anstehzeit etwa 20 Minuten.

Spinning Barrels:
Wieder ein Jahrmarktsfahrgeschäft im “Break Dancer” Stil. Sicherung über einen Bügel von oben für beide Insassen. Wir haben zu zweit reingepasst, kritischer Punkt hier die Schulterbreite, weiter nichts. Die Fahrt war wie auf dem Jahrmarkt, macht Spaß. Anstehzeit: zu lange 30 Minuten.

Sturmschiff:
Wieder ein Klassiker. Gesichert wird hier nicht wirklich, da sollte also jeder Platz finden. Menschen mit sehr langen Beinen könnten sich die Knie anstoßen, man hat hier aber genügend Platz um auszuweichen. Es gibt keine vorgeschriebene Anzahl an Personen pro Reihe, daher kann man da immer ein bisschen rumrücken.
Die Fahrt macht Spaß, sonst wäre es ja kein Klassiker. Anstehzeit etwa 15 Minuten.

Superwirbel:
Achterbahn mit Schulterbügelsicherung. Hier wieder kritischer Punkt die Schulterhöhe und die Körpergröße. Die Fahrt ist eher ruppig und kleinere Menschen könnten sich hier die Ohren an den Bügeln stoßen. Gepasst hat aber alles. Die Fahrt ist relativ kurz, macht aber Spaß. Anstehzeit etwa 30 Minuten.

Tabalugas Abenteuer:
Ja, auch da musste ich durch. Es handelt sich um eine liebevoll gestaltete Figurenbahn mit Booten. Platzprobleme ausgeschlossen, da die Boote beliebig leer bleiben können. Die Anstehzeit war zum einen mit knapp 30 Minuten einfach zu lang, zum anderen wird die ganze Zeit ein und das selbe Lied von Peter Maffay gespielt, das nervt tierisch. Die Fahrt ist allerdings besser als die Indoor-Plastikpuppenbahnen, da hier eine Geschichte erzählt wird.

Teufelsfässer:
Klassische Wildwasserbahn in Fässern. Recht lange Anstehzeit von knapp 45 Minuten, aber die lohnen sich mindestens einmal. Es gibt Abfahrten vorwärts und rückwärts und zwischendrin kann man von anderen lustigen Parkbesuchern gegen Geld mit Wasser abgeschossen werden. Ich kannte diese Bahn ja auch von früher und wusste, dass man hier nur ein paar Spritzer abbekommt. Als ich diesmal allerdings ausgestiegen bin, war ich wieder die Attraktion für alle Nachfolgenden und alle, die momentan noch anstanden: Ich war wieder komplett durchnässt. Nicht so schlimm wie im Phantasialand, weil die Hose weitestgehend trocken blieb, aber das T-Shirt konnte man komplett auswringen. Glücklicherweise hatten wir wieder einen sonnigen Tag erwischt, sodass das schwarze T-Shirt recht schnell wieder trocken war.

Stuntshow:
Ein Mix aus Wakeboard, Wasserski und Stuntshow. Wenn man eh da ist, sollte man sich die anschauen.

Reptilienshow:
Hiervon würde ich eher abraten. In subtropischem Klima bekommt man hier Krokodile, Schlangen, Spinnen und Stinktiere “präsentiert”. Ich weiß nicht, ob das nicht vielleicht auch den Tieren gegenüber bedenklich ist, aber abgesehen davon war es auch einfach langweilig. Das einzig Interessante, war die Lasershow zwischendrin, aber dafür lohnt sich die Zeit nicht. In dieser Zeit kann man lieber noch mal Free Fall Tower oder GeForce fahren.

Toiletten:
Sauber und ausreichend vorhanden.

Gastronomie:
Diesmal gab es Softeis. Die von mir als Kind geliebten Minidonuts habe ich allerdings vergeblich gesucht. Ansonsten gibt es Junkfood jeder Art an jeder zweiten Ecke. Zu den Preisen kann ich wieder nichts sagen, da wir Proviant dabei hatten:

Konzept & Atmosphäre:
Hier war ich regelrecht enttäuscht. Der Holiday Park gehört nun der Plopsa Kette und ich habe das Gefühl, dass die nicht genau wissen, was sie mit dem Park anstellen sollen. Anstelle des grünen Vogels Holli sind nun Wicky und die Biene Maja die Parkmaskottchen, das finde ich irritierend, es kann aber auch einfach dran liegen, dass ich den Park als Kind anders kennengelernt habe. Meiner Meinung nach fehlt es dem Park an einem Konzept, es gibt keine thematisch abgrenzbaren Bereiche wie in fast allen anderen Parks. Der Free Fall Tower ist für mich das beste Beispiel: Hier wurde irgendwie Versucht ein neues Konzept zu etablieren (Anubis), das scheint aber nicht geklappt zu haben, also lässt man sämtliche Thematik weg und hat nur noch ein reines Fahrgeschäft “ohne Story”. Es ist vielleicht ein wenig zu kleinlich, aber mir ist das sogar bei den Mülleimern im Free Fall Tower Bereich aufgefallen, die noch das gleiche Logo drauf haben, wie zur Tower Eröffnung. Hier könnte man mit Thema und Atmosphäre deutlich mehr rausholen, das Phantasialand hat das 1000 Mal besser gelöst.
Um es mal etwas geschwollener zu sagen: Man wird im Holiday Park nicht entführt in Gebiete wie “Western”, “China” oder was auch immer. Für Kinder ist das vielleicht störender als für Erwachsene, vielleicht aber auch nicht. Der nächste Versuch des Parks wird wohl das Maja Land sein, welches Attraktionen hauptsächlich für Kinder bietet und thematisch abgegrenzt sein soll. Vielleicht arbeitet der Park dann auch in anderen Gebieten an einer klareren Linie.

Ich komme zu einem Resultat von 6/10 Punkten.

[Freizeitpark] Phantasialand

Eigentlich bin ich schon seit Kindesalter Fan von schnellen Fahrattraktionen. Aber mit ständig wachsender Körpergröße und -umfang wurden die Jahrmarkt- und Kirmesattraktionen irgendwann einfach nicht mehr machbar. Ich hatte schon die ganze Zeit bedenken, die ganzen “neuen” guten Achterbahnen in den Freizeitparks auch nicht mehr fahren zu können. Dazu muss ich allerdings sagen, dass ich etwa mit 16 das letzte Mal in einem gewesen bin, das ist also schon 10 Jahre her 🙂

Vor einiger Zeit beschloss ich dann, meine Freundin zu überraschen und ins Phantasialand zu fahren. Zunächst mal: Warum das Phantasialand?
Zur Auswahl habe ich mir die drei großen Parks hier in der Umgebung gesetzt:
1) Europapark
2) Holidaypark
3) Phantasialand

Am weitesten weg ist das Phantasialand, am nähsten dran der Holidaypark. Europapark und Phantasialand kosten mit knapp 40€ etwa das gleiche, wobei der Holidaypark mit 25€ (inkl. Parken) günstiger ist. Allerdings ist der Holidaypark auch der kleinste. Gegen den Europapark hat dann aber dessen immense Größe gesprochen. Diesen Park kann man (mit Shows) nur schwer in einem Tag schaffen. Also fiel die Wahl auf das Phantasialand.

Als “Big Boy” habe ich natürlich vorher recherchiert, ob ich dort denn alles fahren kann. Die Informationen hier sind leider nur sehr dünn gesäht und lassen sich nur schwer finden. Ich hoffe also, dass man diesen Artikel leicht über Google finden wird, denn ich versuche hier alles so detailliert wie möglich zu beschreiben.

Zum Zeitpunkt des Parkbesuchs wog ich 128kg bei 191cm Größe. Im folgenden ein paar sehr detaillierte Körpermaße:

Größe: 191cm
Schulterhöhe: 165cm
Schulterbreite gemessen von Schulterkopf zu Schulterkopf: 50cm
Hüfthöhe gemessen von Boden bis Hüftknochen: 103cm
Hüftumfang gemessen an der dicksten Stelle: 118cm
Bauchumfang: 113cm
Brustumfang: 120cm
Oberschenkelumfang: 70cm
Sitztiefe, gemessen im Sitzen von Rückenlehne bis Knie: 61cm
Auch den Tag des Parkbesuchs reiche ich nach, damit man die Anstehzeiten nachvollziehen kann. Ich meine Aber es war ein Wochentag in den Osterferien.

Attraktionen:
Winja’s Fear Force:
2 Indoor Achterbahnen mit einigen Überraschungen. Ähnliche Streckenführung, aber wir beide fanden die rechte besser als die linke. Gesichert über Beinbügel. Kritischer Punkt hier war bei mir nur die Beinlänge, da man wenig Platz für die Füße hat, gepasst hat es aber.
Der Anstehbereich ist sinnvoll gestaltet und wir mussten etwa 15 Minuten anstehen.

Würmling Express:
Auch hier keine Platzprobleme. Reine Adrenalinjunkies lassen diese Attraktion besser aus. Keine Anstehzeit.

Temple of the Night Hawk:
Dunkelachterbahn mit Beinbügelsicherung. Die Bahn läuft erstaunlich ruhig. Kritischer Punkt hier auch die Beinlänge. Außerdem habe ich im Dunkeln immer das Gefühl den Kopf einziehen zu müssen 🙂

Race for Atlantis:
Ein IMAX Simulator aus den 90ern. Eigentlich sollte man denken, dass es hier keine Platzprobleme geben kann, aber die Beinfreiheit ist hier geringer als in Flugzeugen von Billig-Airlines. Ich saß press mit den Knien an der Vorderreihe. Außerdem konnte ich aus dem offenen Simulator heraus links und rechts die anderen Simulatoren sehen 🙂
Bei einer Anstehzeit von über 45 Minuten einen klaren Daumen nach unten.

Hollywoodtour:
In diesen Booten findet wohl jeder Platz. Die Bahn gibt es wohl auch schon gefühlte 20 Jahre im Phantasialand. Wer auf knarzende Plastikfiguren steht, sollte hier einsteigen. Keine Anstehzeit.

Black Mamba:
Hängeachterbahn mit Schulterbügel und Verschlussgurt. Hier gibt es einen Bigboy-Testsitz am Anfang. Diesen unbedingt nutzen. Bei mir war es gar nicht mal so eng, dazu gleich mehr.
Die Bigboysitze erkennt man am doppelten Verschlussgurt. Die normalen Sitze haben nur einen einzigen Gurt. Ich weiß leider nicht mehr, wo genau die Bigboysitze sind, aber die Anweiser setzen einen notfalls um, so war es auch bei mir. Die Mitarbeiter der Mamba sind übrigens super nett und “bloßgestellt” wird hier absolut niemand. Die erste Fahrt war für eine Achterbahn fast schon angenehm.
Bei der zweiten Fahrt meinte wohl aber ein anderer Anweiser, er müsste den Bügel noch einen Klick weiter drücken, das war dann nicht mehr so bequem, ging aber auch noch. Kritische Punkte bei mir hier übrigens Schulterhöhe und Brustumfang. Anstehzeit: Keine 10 Minuten.

Maus au Chocolat:
Eine 3D-Fahrt durch eine Tortenfabrik, in welcher man Mäuse mit virtueller Schokolade beschießen kann. Man spielt gegen seinen Mitfahrer und bekommt den Punktestand die ganze Zeit angezeigt. Macht wirklich Spaß und ist auch mal was anderes. Der Anstehbereich ist super aufwändig gestaltet, allerdings haben wir auch ca. 45 Minuten angestanden.

Pirates in 4D:
3D Kino mit netten Überraschungseffekten. Kein Muss, weil der Film meiner Meinung nach nicht besonders gut ist, aber als “Laufpause” ganz nett.

Colorado Adventure:
Holzachterbahn mit Beinbügel. Kritischer Punkt waren hier die Knie. Anstehzeit etwa 30 Minuten. Es kann aber sein, dass hier nur so “viele” anstanden, weil diese Attraktion 30 Minuten vor den anderen geöffnet hat. Die Fahrt lohnt sich allerdings.

Silbermine:
Endlosbahn mit quietschenden Plastikfiguren. Keine Anstehzeit, lohnt sich nur als Pausenfüller.

Mytery Castle:
Wohl die beste Attraktion im Phantasialand. Anstehzeit knapp 25 Minuten. Es handelt sich um einen Freefalltower im Halbdunkeln gesichert über Schulterbügel. Das war wohl auch die kritischste Attraktion, da hier der Anweiser kräftig nachdrücken musste, bis es passte. Bei der attraktion steht bis 195cm Körpergröße dabei. Kombiniert man aber 191cm Größe mit einer breiten Brust, wird es eben sehr Eng.
Aber sowohl quetschen als auch anstehen haben sich gelohnt. Mit Abstand der höchste Adrenalinfaktor für mich.

River Quest:
Eine typische Wildwasserbahn mit Ringbooten. Bei uns gab es vorher einen Defekt, daher mussten wir über 45 Minuten anstehen. Die Fahrt ist gut. Hier passt auch jeder rein. ABER: Es steht überall geschrieben, dass man nass wird, was bei einer Wasserbahn ja klar sein sollte. Allerdings habe ich weit und breit niemanden gesehen, der aus diesem Ding auch nur annähernd so nass raus ist, wie ich. Pulli und Shirt komplett durchnässt, Jeans bis auf die Socken und die Boxershorts auch nass.
Es gibt am Ausgang Personentrockner, allerdings kosten diese Geld, und eine Jeans trocknet da eben auch nicht einfach so.
An bedeckten, kalten Tagen sollte man hier also wirklich ein Cape drüberziehen.

Feng Ju Palace:
Hier will ich nicht zu viel beschreiben, weil das wirklich eine Überraschung ist. Der Wartebereich ist echt ätzend, weil man sich hier eine dämliche Asiavideoshow anschauen muss. Das könnte man sich echt sparen.
Anstehzeit somit ca. 45 Minuten.
Problem ist hier, dass es nur einen Beinbügel für eine komplette Sitzreihe gibt, der automatisch bis zu einem bestimmten Punkt schließt. Hier kritischer Punkt definitiv der Bauch, ging aber noch.

Geister Rikscha:
90er Jahre Geisterbahn mit Gondeln und quietschenden Figürchen. Keine Probleme mit dem Sitzen, keine Anstehzeit, keine Überraschungen.

Jump:
Eine Show die viel Wirbel um nicht viel macht. Trampolin, BMX, und Kangooboot-Artistik, aber jetzt nicht auf suuuper hohem Niveau. Die Musik fand ich zu Beginn fantastisch, danach die Show aber eher flach.

Seven:
Klassische Zaubershow. Der Magier macht einen sehr guten Job und hat echt geniale Tricks drauf. Absolute Empfehlung.

Allgemein:
Der Park ist wirklich ansprechend gestaltet. Alles ist in wenigen Minuten erreichbar. Am Ende gibt es eine Parade, die wir allerdings “verpasst” haben. Als wir da waren, gab es im ganzen Park kein Softeis mehr, weil wohl alle Maschinen kaputt waren. Ansonsten gibt es die klassischen Snacks an jeder Ecke. Zu den Preisen kann ich nicht viel sagen, da wir unseren eigenen Proviant dabei hatten. Die Toiletten waren sehr sauber.

Edit: Ich habe die Parkbewertung noch einmal überdacht und geändert. 6/10 ist für das Phantasialand wirklich nicht gerechtfertigt.

Ich würde dem Park wohl eine 8/10 geben.
Einen weiteren Punkt könnte es für die Neueröffnung des Casa Magnetica geben. Den letzten Punkt gibt es für eine bessere und präsentere thematische Ausgestaltung des Parks, sowie für eine Sanierung der alten Bahnen. Mit Maus au Chocolat geht der Park hier in die richtige Richtung. Es ist natürlich von Vorteil, dass man den Park in einem Tag machen kann, und so keine Zusatzkosten wegen einer Übernachtung, sowie der doppelte Eintrittspreis entstehen.
Die Anstehbereiche sind gut angelegt und die Anstehzeiten waren bei uns nicht dramatisch.